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krankenhaus.

Ein kleines Video über ein Krankenhaus hat mich sehr gerührt. Ob es daran liegt, dass Stephan gestorben ist, ich weiß es nicht. Er ist ja Zuhause gestorben, nicht im Krankenhaus. Das Posting hat mich sehr traurig gemacht, wie ja überhaupt Greta hält durch ein Wahnsinnsweblog ist. Ich hoffe sehr, dass es weiter existieren wird.

Das Video, das zugegeben ein bisschen schmalzig ist, hat mich zurücktransportiert in unsere schlimmen Krankenhausjahre. Besonders musste ich wieder an den Taxifahrer denken, als John und ich von einem Krankenhaus in ein anderes gebracht wurden, um ein MRT seines Gehirns zu machen, John mit seinem großen blauen Schutzhelm auf dem Kopf, und ich in der Unsicherheit, ob uns diese nächste Untersuchung endlich helfen wird, und dann redete der Taxifahrer die ganze Zeit von Dieter Bohlens Buch, dem ersten, das damals gerade herausgekommen war, und im Radio lief Phil Collins, Another Day in Paradise.

Die Erinnerungen sind ja alle gleich wieder da, bei so einem Video. Es fängt ganz gut diese unglaublichen Disparitäten und Asynchronizitäten ein, die in so einem Wahnsinnskonstrukt wie einem Krankenhaus unweigerlich entstehen, wie in so vielen Institutionen, in denen Menschen auf einem Haufen uniform behandelt werden, Schule ist auch so ein Konstrukt, darüber habe ich mich letztens noch mit meinem Bruder unterhalten, der ja Lehrer ist. Krankenhaus ist aber schlimmer [for obvious reasons]. Und trotzdem gehe ich heute noch gerne ins Krankenhaus, um jemanden dort zu besuchen, und fühle mich von dem Wahnsinnskonstrukt auch irgendwie angezogen. Stockholm-Syndrom vielleicht. Jedenfalls lege ich jedem diese vier Minuten ans Herz.

himbeerreich im hotel mama.

Finde ich immer gut, wenn Frau Casino im Theater war:
“biodetails als kleine postkarten bei der einrichtung dieser bombenegos, die unser geld bewegen” [#] Ah.

(Frohes Neues Jahr rundum, übrigens. Ich schreibe momentan nur am Buch und komme zu nichts anderem, aber das ist ja was Gutes. )

feliz navidad.

We wanna wish you a merry Christmas, from the bottom of our hearts [#]

put it in a box and wait.

“That’s a key piece: Whatever the loss may be, not avoiding that wound, not trying to have it covered up and pretend it’s not there but rather to look into it.” [#]

(Schönes Interview mit Cheryl Strayed)

autisten.

Um 15:45 Uhr heute und morgen früh um 9:00 Uhr zeigt einsfestival die Doku “Autisten” von Wolfram Seeger. Hoffentlich kommt sie danach in die Mediathek. Sehr empfehlenswert, as in: unbedingt ansehen, bitte. Wirklich. Einen besseren Einblick kann ich mir nicht vorstellen. Es ist natürlich hier und da eine Frage, ob man von Seiten der Betreuer oder Institutionen auch anders mit bestimmten Situationen umgehen könnte, ich habe da schon auch einige Reibungspunkte, aber das ist kleinklein im Gegensatz dazu, wie unglaublich aussagekräftig dieser Film ist: die einfache Begleitung, ohne Kommentare oder Bewertungen, das ist wirklich, wirklich empfehlenswert, ich würde es direkt nochmal betonen, wenn ich es nicht schon mehrfach gesagt hätte. Tut Euch selbst einen Gefallen und seht Euch das an, das lohnt sich jenseits jeglicher Fragen um und über Autismus auch für die Einschätzung des eigenen Lebens. [#]

dispatches from ‘tumorland.’

Mortality is not the sustained Socratic mediation on the human condition that the title might suggest. It is, rather, made up largely of just this sort of carefully reported, drily ironic dispatches from the sick country (or “Tumorland,” as Hitchens comes to call it) — meticulously recording both the physical symptoms of rapidly encroaching decay, and the feeble human effort to assimilate them into whatever semblance of a recognizably normal life may still remain. At its heart, this slender volume is a prolonged and painful study in cognitive dissonance, as the robust, high-living and (yes) terminally witty Hitchens records the galloping dissolution of his health and consciousness — the two things that humans almost have to take for granted in order to function in any reliable fashion.”
[Chris Lehmann über Christopher Hitchens, Los Angeles Review of Books]

architecture in uniform.

Modern Architecture’s Dark Side [#]

the big novels of 2012.

“The biggest stars are out in 2012. Here’s a guide to an extraordinary year in fiction.” [#]

verbindungen.

Über Freundschaft: “The Challenge of Making Friends as an Adult” [#]
~
“Increased digital connection does not automatically lead to increased understanding. At the same time, there’s never been a tool as powerful as the Internet for building new ties (and maintaining existing ones) across distant borders. The challenge for anyone who wants to decipher the mysteries of a connected age is to understand how the Internet does, and does not, connect us”:

A Small World After All? [#]
~
“Oh Newsweek, what have you done. The cover story in the latest edition is an embarrasing look at non-research that certainly doesn’t suggest that the internet is causing ‘extreme forms of mental illness’”:

No, the web is not driving us mad [#]

ein aquarium.

Beatrice Faßbender hat Jeffrey Yangs Gedichtband “Ein Aquarium” übersetzt. Das Buch hat es auf die Longlist der Hotlist 2012 geschafft, einem Preis für unabhängige Verlage (aus 145 eingesandten Titeln wurden vom Kuratorium 30 ausgesucht). Drei von zehn Titeln der Shortlist werden nun vom Publikum bestimmt, per Online-Abstimmung. Zur Leseprobe und zum Wahllokal geht es hier entlang.

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