Archiv für Poetik der Zeit

den gedanken weiterdenken, man soll das dürfen. [mash-up des zeit-magazins vom 15.03.2012].

Wolken, Melodiefetzen, geometrische Formen,
Im Körper eines Mannes.
Gemeinsam den Berg hoch,
Alleine zurück nach Hause.

Entzückendes Spielzeug, trostlose Steinlawinen:
Die Gesetze der Schönheit.
Das reaktionäre Kleidungsstück,
Gekidnappt,
Ohne den Taxameter einzuschalten,
Ohne Begleitschutz ins schwarze Lager,
Konsterniert und hilflos.

Dass alles im Leben einen Haken hat,
Leidvolle Erfahrung?
Am Arsch vorbei.
Winter, 2010.

Aus der Drei- in die Zweidimensionalität,
Weltfragment.
Präzise hinschauen, vordringen,
Feineinstellung des Blicks,
Und der Handführung.

Hingabe, Intensität, Geduld,
Meditative Geduld,
Glätte und Schwere,
Schweben im Raum,
Einsame Schatten, heller in der Dämmerung,
Abgelöst von der Person,
Ein feines Hellgrau,
Durchscheinend,
Hauchdünn übereinander gelegt,
Kalkig bröckelige Bruchstellen,
Zertrümmert.
Verzweiflung, nahe.

Bilder, die mir sanft zureden,
Aus der Schwebe ins Auge,
Sehr kurze und meist verstreute Zeit.

Die behutsame Übersetzung:
Ästhetischer Prozess von Übertragung
Und Gegenübertragung,
Eine zarte Schattierung,
Eine Höhung,
Eine gewollte Unschärfe,
Unsere Wertschätzung.

Die formlose Riesenkunst unserer Tage:
Wüstes, Übergroßes, Brutales, Verletzendes.
Hochspekulatives Denken.

Von den Menschen fehlt – jede Spur.
Der Tisch, an dem er arbeitet,
Selbstgenügsames Gerät.
Im Ausgeschiedenen, das Aus- und Einstülpen,
Bis zur Selbstverleugnung,
Schicht für Schicht, im Rhythmus des Wachstums.

Die Lebensläufe,
Gehobener Dienst,
Normen verinnerlicht,
Lebensformen, an niedrige Betriebstemperaturen adaptiert,
Blutlungen-, Fieber- und Hungermoos,
Genügsam, unbeirrbar.

Privat und individuell:
Das ist ein Privileg.
Das Begehren, eine öffentliche Angelegenheit,
Projektion, Wunsch, Vorstellung.

Ins Öffentliche sprechen:
Nur so aus der öffentlichen Vereinnahmung,
Verzerrung oder Missachtung,
Das Individuelle wieder herauslösen können.
Sich mit Erfolg dagegen sträuben,
Klassifiziert zu werden.

Doch dieses Unbehagen hat nichts mit Scham zu tun.
Es lähmt mich nicht,
weil ich es nicht zulasse.
Frieden: in der Natur,
Notfalls mit kuriosen Methoden.

Das Leben mit Kindern oder ohne?
Aus den Kinderzimmern vertrieben,
Als Gäste wahrgenommen.

Nach der Pleite mit der Geige:
Formen des Liebens.
Lebendig, dynamisch, wandelbar,
Rollwiderstandsoptimiert,
Warm gestellt ruhen lassen,
Die Kräfte zu sparen.
Ein unverhofftes Geschenk.

Die Stimmung des Blattes zeugt vom Vergehen,
Käme ihr diese Verwegenheit in den Sinn?
Mir ist es gleich.
Ich war immer allein, je mehr ich unter Menschen kam.

Natürlich habe ich einen Traum,
Dafür lebe ich gern.

Symbol der Unterdrückung,
Nur mit Mühe und Schmerzen.
Die geheimen Fotos im Safe,
Während man Gemüse zutraut,
Die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Ungreifbare Ansprüche.

Ein Organismus, der sich entwickelt.
Der sich nimmt, was er braucht.
Die harte Schale der Weichtiere.
An der Spitze:
Konsequenzen,
Vorherbestimmt.

Ein lässiger Flaneur im unwegsamen Gelände,
Die Unauffälligkeit ist sein Luxus.
Manchem Gesicht stünde das nicht schlecht.

Ein Club, in dem man heiraten kann.
Sind Bauern die neuen Friseure?
Eine Generationenfrage.
Diese Lebewesen lassen sich Zeit.

Den Gedanken weiterdenken,
Man soll das dürfen,
Sich Sachen nehmen und weiterdenken,
Eine Metapher? Nein, ein Rezept.

WAAGERECHT: Die Menge macht den Künstler,
Im Fluss des Würfelfalls.