john ashbery.

Collected Poems, 1956–1987: „Ashbery is the opposite of a regionalist. By virtue of growing up in a place that might have been anywhere, that felt like nowhere, his America is a set of ideas (or as he writes in another context, „ideas about thoughts“). His New York is an abstracted nowhere, merely „a logarithm/Of other cities“: how different indeed from the minutely enumerated city of his friends Frank O’Hara and James Schuyler.“ [#]

samuel beckett’s life in letters.

Der New Yorker über die neue Ausgabe von Beckett-Briefen: „In a magnificent letter of 1932, to McGreevy, Beckett had chastised one of his own poems for being facultatif, or optional. It did not, he said, ‚represent a necessity.‘ These letters are a quest for necessity—for what must be written about, at whatever cost. [#]

walter jens.

Oliver Tolmein hat in der FAZ einen sehr guten Artikel über Walter Jens, bzw. auch über Hans Küngs Gedanken zu Walter Jens geschrieben: „Wer schließt sich ab?“

Ich finde die Erkenntnis sehr wichtig, dass der Fall von Menschen in eine andere Ordnung – sei es durch eine geistige Behinderung oder durch eine Altersdemenz – vor allem das Gegenüber vor ein Problem stellt, nicht zwangsläufig den Betroffenen selbst. Dem Betroffenen selbst mag es im Gegenteil sogar sehr gut gehen, was vielen anscheinend wiederum so unerhört scheint, dass sie das am liebsten ausblenden möchten, und ihm stattdessen womöglich gar unterstellen, er selbst hätte nie so leben wollen. Diese Anmaßung ist nichts als ein Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit und des eigenen Unvermögens, den Menschen so zu akzeptieren, wie er geworden ist.

Wenn die Selbst- und Weltvergewisserung in der und durch die Sprache (und/ oder den Intellekt) nicht mehr gelingt, muss eine neue Verständigungsform gefunden werden, die gar nicht mehr auf die Herstellung von Verständlichkeit zielt, und die die Ebene des Verlustes gar nicht zu überkommen trachtet. Wir müssen erst lernen, Menschen zuzuhören, die anders kommunizieren. Wir müssen auch lernen, dass es Menschen gibt, die viel zu sagen haben, auch wenn sie dies nicht sprachlich vermitteln können. Wir müssen auf vielen Ebenen lernen, über unsere Gewohnheiten und Annahmen hinauszugehen. Nicht nur Schönheit, auch Normalität liegt im Auge des Betrachters. Am Ende seines Lebens auf Hilfe angewiesen zu sein, dürfte eigentlich als normal angenommen werden. Wir kommen und gehen nicht alleine in die und aus der Welt.

Bei der Einbindung und Akzeptanz von Menschen mit körperlichen Behinderungen hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten viele Fortschritte gemacht. Was aber die Einbindung und Inklusion von geistig Behinderten oder auch dementen Menschen betrifft, liegt noch ein weiter Weg vor uns. Damit werden die Familien noch weitgehend alleine gelassen und sie sind in der Öffentlichkeit auch wenig erwünscht.

Würde ist nicht nur ein politisches Konstrukt, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe, an der unsere Gesellschaft leider im Moment noch scheitert. Mit der Aufklärung (die Hegel ja als die Wiege des Utilitarismus beschreibt) und mit dem Diktat der Rationalität sind Werte entstanden, die unserer Zeit nicht mehr genügen. Das heißt nicht, dass man sie gleich zum Fenster hinauswerfen muss, aber man muss ihr schonungsloses Diktat überdenken, gerade in einer Welt, in der die Menschen immer älter werden und sich gegen Ende ihres Lebens vielleicht zunehmend jenseits der Rationalität aufhalten. In Liebe zu einem so dispositionierten Menschen kann man das nicht nur annehmen, sondern sogar gut damit leben – schön wäre allerdings, dabei mehr Unterstützung und Zuspruch von außen zu bekommen.

kate’s story.

„Kate was the first person in a persistent vegetative state to be given a PET scan. Though physically unresponsive and unable to communicate, the scan showed unexpected brain activity.“ [#]