ich bin die gentrifizierung (huch).

Nach erfolgreichem Umzug unserer dreiköpfigen Familie nach Alt-Treptow saß ich in den Osterferien erstmals in einem nahen Café, um etwas zu arbeiten, während John Zuhause von einem Einzelfallhelfer betreut wurde. Zwei Tische neben mir saß ein Handwerker in bekleckstem Anzug, der nach seiner Pause zwei Heizkörper streichen musste, wie er allen Anwesenden kundtat, indem er es der Kellnerin durch das gesamte Lokal hindurch erzählte. Etwas später beim Bezahlen fragte er die Kellnerin: „Wat is überhaupt mit dem Internet hier und den Computern?“ (Nickt in meine Richtung.) „Kann man hier demnächst noch wat essen oder wird das jetzte bürgerlich hier?“
So schnell wird man vom Gentrifizierungsopfer zum Täter.