bilder, die es leichter aussehen lassen, als es ist.

John am Strand

Inseljunge

John auf dem Fahrrad

 Die größte Errungenschaft dieser Ferien bisher: John kann hinten auf einem normalen Tandem mitfahren (aus dem speziellen Therapietandem war er herausgewachsen und eine Weile fehlte uns eine Alternative).

bukolik.

Ein bisschen kommt es mir wie Sakana-Klau vor, aber ein paar Schafsbilder aus Texel müssen sein.

tddl 2011 [thomas klupp: paradiso].

Wenig Zeit, aber kurz bevor heute Abend endlich der Bewerb eingeläutet wird, schnell noch: ein tolles Buch, dieses Paradiso. Schade, dass ich nicht mehr Zeit zum Schwärmen habe, aber wir kommen gerade vom Strand und es müssen Ankes Spaghetti gekocht werden.

Meine Favoriten nach der höchst subjektiven Vorbereitung, deren Auswahl nur aufgrund von Erhältlichkeit in der Stadtbibliothek getroffen wurde:

1. Thomas Klupp
2. Gunther Geltinger
3. Linus Reichlin

tddl 2011 [linus reichlin: der assistent der sterne].

Aus dem Wattebausch Schweiz zurückgekehrt, haben mich die Sommerferien als Kontrastprogramm gleich zu Texels rauem Wind geführt und mir bleibt nur noch wenig Zeit zum Bachmannvorbereiten, Pflege und Betreuung nonstop sei Dank. So laufe ich also aufgrund von Johns Schlafstörungen schon morgens um halb sieben mit ihm am Nordseestrand herum, nunja. Ich habe trotzdem Linus Reichlins Assistent der Sterne gelesen, und zwar vollständig. Das liegt vor allem daran, dass der Krimi schöne Sommerurlaubslektüre ist, Belletristik also und daher wohl eher wenig Voraussagekraft für den Bewerb, hat mir aber gut gefallen. Die Dialoge haben mich zwar hier und da nicht überzeugt (auch zweimal so was in der Art von Minuspunkt 43: „Da kommt Franz, der, wie Du weißt, Dein Vater ist“), aber es ging mir mit Linus Reichlins Krimi so, wie es Angela mit Maximilian Steinbeis gegangen ist: es war mir irgendwann egal, ich wollte Hannes Jensen trotzdem weiter begleiten. Wenn mir Beschreibungen zu lang wurden oder ein Thema wie das ewige Trara um die Lesebrille mich anfing zu nerven, habe ich es nach Angelas Rezept einfach übersprungen, das klappt ganz gut, hätte ich auch eher schonmal anfangen können.

Auffällige Redewendung: Ein Polizist deckt Jensen und umschreibt das: „Ich durfte mir nichts anmerken lassen. Ich habe ziemlich den Rücken hinunter geschwitzt.“

tddl 2011 [leif randt: leuchtspielhaus].

Festgefahren seit knapp einer Woche, Leif Randts Leuchtspielhaus. Letzten Montag zu lesen begonnen, schnell uninteressiert weggelegt, und wenn ich seitdem abends die Reisegruppe sich selbst überlasse, will es auch nicht funken, eine Seite hier, eine Seite da, ich komme nicht weiter. „Im UK“ heißt es immer, vielleicht schreibt man das im coolen Alter so, ein Kauderwelsch aus Englisch und Deutsch sowieso, ausgerechnet ich sollte mich darüber nicht beschweren, aber die Masse geht für mein Empfinden übers Erträgliche hinaus. Manchmal kommt man nicht drumrum, in diesen Fällen könnte man schon, wenn man wollte, aber Leif Randt will offensichtlich nicht (wird in Rezensionen als „experimentell“ gelobt). Member heißen die Mitglieder einer Gruppe zum Beispiel, dabei wäre Mitglieder wirklich eine einfache Alternative. Abbruch bei S. 35, es geht leider gar nichts mit diesem Buch und mir, scheint mir leeres London-Getue, Kritiken sagen aber was anderes, vielleicht passt es einfach gerade nicht, jedenfalls macht Leif Randt in seinem Videoporträt einen sehr sympathischen Eindruck und ich hoffe für den Bewerb auf einen Text, der mir besser gefällt.

Die Mitglieder (Members) meiner amerikanischen Reisegruppe sind dieses Mal ganz unterschiedlichen Alters, sonst arbeite ich mit Pensionären 60+, jetzt zum ersten Mal für ein Familienprogramm mit Großeltern, Eltern und Kindern (im Alter von 4-17). Zu zweit betreuen wir eine Gruppe von 36 Personen. Das „Swiss Family Adventure“ hat seine Basis in Interlaken, Ausflüge und Aktivitäten bisher: Käsealp Gental (sehen wie Käse gemacht wird plus Verkostung), Engstlenalp (Wanderung), Aareschlucht, Meiringen, mit den Kindern in der Kletterhalle gewesen, Bern, Schiffstour auf dem Thunersee, Thun, Spiez, mit den Kindern Kühe in einem Holzschnitzgeschäft in Interlaken angemalt, Militärbunker in Stanstad, Luzern, Jungfraujoch, Wanderung vom Restaurant Allmend nach Wengen. Heute Abend Schweizer Fondue, morgen noch Grindelwald, Mini-Golf mit den Kindern, Rosenlaui-Schlucht und wenn die Zeit reicht Reichenbachfälle, abends Abschlussfeier (Graduation Ceremony and Farewell Party), mit den Kindern haben wir eine Fotoausstellung vorbereitet. Macht viel Spaß. Zuhause haben Vater und Sohn eine Woche lang sturmfreie Bude, es scheint alles okay zu sein. Berufliche Perspektiven sind vonnöten, wenn das so gut klappt, könnten wir das öfter mal machen.

Fotos aus der Schweiz hier.

komm näher.

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Sie kamen näher, die Besucher des Sommerfestes in Johns Schule, und die Theater-AG, in der John dieses Schuljahr mitgemacht hat, führte ein Stück mit Stabfiguren auf: „Die kleine Maus sucht einen Freund.“ Ich war beeindruckt, dass John vor so einem großen Publikum das ganze Stück über auf der Bühne sitzenblieb und sich sogar richtig freute. (Am Vorabend war er schon ganz aufgeregt gewesen und erst um zehn Uhr eingeschlafen.)

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Wo wir schonmal in Fürstenwalde waren, sind wir nach dem Fest noch gleich in Polen Zigarettenkaufen gegangen. In Slubice ist ein Konkurrenzkampf entbrannt: das eine Geschäft hat einen Parkplatz, diesen nun eingezäunt, damit die Leute nicht mehr darauf parken und dann aber im Geschäft daneben einkaufen, nun hat das nebenliegende Geschäft mit einer großen Videoleinwand auf ihrem eigenen Grundstück gegen den Zaun aufgerüstet, auf der Leinwand zeigen sie einen Film, wie man um den Zaun herumgehen und zu ihrem Geschäft gelangen kann. So sieht die Welt also gerade in der „Tobacco Road“ aus.

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Auch wenn er von der Klowandfirma kommt, ein ganz schöner Spot zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen: Get closer.

Deutsch [#]

Making-Of [#]

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Eine Kollegin, mit der ich noch letztes Jahr zusammengearbeitet habe, hat sich das Leben genommen, sie ist aus dem Fenster ihrer Eigentumswohnung in einem Chicagoer Hochhaus gesprungen. Janeen war eine sehr warmherzige und sorgende Frau, aber anscheinend auch sehr depressiv, was ich vielleicht manchmal nach Gesprächen durchaus geahnt habe, aber nicht in diesem Ausmaß. Durch einen Mailwechsel mit ihrer Schwester weiß ich, dass selbst die Familie das Ausmaß nicht erkannt hatte. Janeen gehörte einer Gemeinde an, die sich christlich nennt, ein wesentlicher Teil des Glaubens dieser Kirche ist die Ablehnung medizinischer Behandlungen (und das bei einer Depression). Ich hatte darüber Auseinandersetzungen mit Janeen, noch das letzte Mal, als wir gemeinsam mit einer Reisegruppe im Hotel wohnten. Sie lehnte jegliche Medikamente ab.

Sie hat mir auch immer wieder erzählt, ich könne John von seinem Autismus heilen, wenn ich nur daran glaubte. Ich sagte ihr dann jedes Mal, dass Autismus nicht heilbar ist, dass das aber auch nicht schlimm sei: „Janeen, it’s okay, it’s not the end of the world.“ Aber sie wollte darauf nicht hören. Wenn ich sagte: „I’m okay. John’s okay“, dann schüttelte sie nur den Kopf. Es war so, als erreichten meine Worte sie nicht. Sie konnte und wollte die Welt und die Menschen und die Dinge einfach nicht so akzeptieren, wie sie sind. Am Ende unserer letzten gemeinsamen Arbeit schenkte sie mir zum Abschied einen großen Stapel Zeitschriften ihrer Kirche. Darin lauter unwahrscheinliche Heilungsgeschichten, ich habe sie überflogen und weggeworfen. Janeens letzte Worte, bevor sie sich auf den Weg zum Flughafen machte: „Monika, I really think John can be healed.“ Wie sich nun herausstellt, waren es ihre letzten Worte an mich überhaupt, jemals. Ich habe immer diesen Druck gespürt, den ihr Glaube auf Janeen ausgeübt hat. Ich habe viel mit ihr darüber gesprochen, es hat überhaupt nichts gebracht. Ich wünschte mir, ich hätte sie erreichen können. Wenn es nicht um ihren Glauben ging, war Janeen sehr humorvoll und lustig. Hätte sie nicht permanent diesen Druck gehabt und wäre sie bereit gewesen, Medikamente zu nehmen, alles hätte ganz anders ausgehen können.

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Beim Googeln einen interessanten Artikel über Janeens Kirche gefunden: The respectable cult.

tddl 2011 [gunther geltinger: mensch engel].

Auf dem Foto das Buch in der Pivnice U černého vola (Zum Schwarzen Ochsen) in Prag. Pfingsten in Prag, eine sehr gute Idee, wie auch Gunther Geltingers dorthin mitgenommener Roman Mensch Engel. Zuerst Metapherngestöber, aber gerade als ich denke, es geht nicht, die gleiche Erkenntnis vom Protagonisten Engel: „Es ist, muss er zugeben, also vollkommen sinnlos, dass er hier in endlosen, mäandrierenden Sätzen und mit über die Ufer tretenden Sommermetaphern versucht, sich dieser Sache zu stellen.“

Das ist der kluge Ansatz des Romans, gleich im ersten Satz des Romans eingeführt: „Engel schreibt:…“, von Anfang an zwei Ebenen zu eröffnen: das, was Engel schreibt und das, was er selbst dann über das Geschriebene denkt. So wird es möglich, in dem, was Engel schreibt, dem Metapherngestöber freien Lauf zu lassen, und dieses dann jedes Mal rechtzeitig von der Reflexion zu brechen. Auf diese Weise wird das immer neue Anrennen gegen das, was Sprache nicht zu erfassen vermag, deutlich, ein gescheiterter Versuch nach dem anderen, eine erste Liebe zu beschreiben. Durch den Schulfreund Marius entdeckt Engel seine Homosexualität, und was diese Liebe und diese Erkenntnis auslösen, das ist wirklich gut geschrieben. Unvergesslich das Schafmassaker, Engel zählt keine Schäfchen, er gibt ihnen den Bolzenschuss, erst fünfzig, dann hundert, dann fünfhundert, so die Erzählung einer schlaflosen Nacht. „Als die Sonne aufging, lag der Schlaf in Schutt und Asche. Mit gefalteten Händen, zur Brust gezogenen Knien und vom Kopfkissen zerfurchtem Gesicht kauerte Engel noch eine Weile über dem Schlachtfeld und schaute zurück auf die Trümmer. Dann stieg er aus dem Bett. Es war Wochenende.“

Ich freue mich, dass ich dieses Buch durch die Bachmannvorbereitung entdeckt habe. Ich bin auf S. 58, werde hier aber keinesfalls abbrechen, sondern den Rest auf jeden Fall lesen. Vorläufige Prognose: wenn Gunther Geltinger im Bewerb einen ähnlich tollen Text liest, auf jeden Fall ein Top-Kandidat für den Preis.

Anderthalb-Faktor: Hoch. Mehrere Beiträge für den Verein zur Rettung des Anderthalb, zum Beispiel: „Der Vater, wusste Engel, würde in anderthalb Stunden aufstehen, weitere anderthalb Stunden später seine gähnende, im Brotfach nach frischen Brötchen kramende Schwester Juli…“

artism.

Noch eine Ausstellung  von Werken autistischer Künstler, dieses Mal in der SoHo Gallery for Digital Art.
Bilder zu sehen auf der Website von „Artism. The Art of Autism.“ [#]

tddl 2011 [die videoporträts].

Antonia Baum: Hört deutsche Schlager, mag alte Mafia-Filme und Rap, ist lieber drinnen als draußen.

Michel Božiković: Segeln, Sport. Das Video erinnert mich an die Bewerbungsfilme der Kandidaten bei Schlag den Raab.

Nina Bußmann: Hält einen Vortrag über Biber. „Der Biber ist einer, der die Welt in die Hand nimmt.“
(Parallelen zwischen Schreiben und Bibern.)

Wenn da mal nicht eine Geschichte über einen Biber auf uns zukommt. Hoffentlich hat sie das alles gut recherchiert, nicht dass da Gürteltiere in Phoenix vorkommen, obwohl es keine Gürteltiere in Phoenix gibt, siehe diesen tollen Essay von Adelheid Fischer, der sich streckenweise fast wie eine Hommage an Karl Corino liest: „The fundamental issue here, I think, is not that Cunningham got the details wrong, but that he didn’t seem to care about getting them right. Neither did his publisher or editor or the critics. But what if Jonathan’s conversation with his father had taken place not in the Sonoran Desert but instead in the galleries of the Metropolitan Museum of Art? Would Cunningham have had his protagonist refer casually to, say, strolling past the Elgin Marbles? My guess is that this major American writer would not have conflated the British Museum with the Met. Nor would most of his readers. So what makes us think that it’s okay to play fast and loose when it comes to matters of natural history?“

[In der neuen Rimbaud-Übersetzung von John Ashbery auch ein Biber: „The beaver built.“ Der Biber ist anscheinend quite the new In-Tier.]

Gunther Geltinger: Das Moor ist eine Art Archiv, es archiviert Zeit und bringt gleichzeitig Zeit in Bewegung.
(Parallelen zwischen Schreiben und Moor.)

Maja Haderlap: Ich sage einen Minuspunkteregen in der automatischen Literaturkritik voraus. Der Kriterienkatalog der automatischen Literaturkritik ist anscheinend nicht mehr online zugänglich, aber ich erkenne alles mögliche: im Wald verstreutes Papier und Bücher in Blättern, Fokusspielereien der Kamera, an einen Baum geklippte unbeschriebene Zettel, Nahaufnahme von Stiften…
[Edit, siehe Kommentare: die Liste der automatischen Literaturkritik ist wieder zugänglich.]

Thomas Klupp: Video im Streichelzoo des Görlitzer Park, direkt bei mir um die Ecke. Musik: Somewhere over the rainbow. Autorenrolle: Mitten im Tumult der Gegenwart stehen, daran teilnehmen und gleichzeitig eine unbestechliche, ganz große Entspanntheit dieser Gegenwart gegenüber haben.
(Parallelen zwischen Schreiben und Eseln.)

Steffen Popp: Video wohl verweigert.

Anna Maria Praßler: Noch ein Fest für die automatische Literaturkritik: Rolltreppen, ein auf dem Boden zerberstender Spiegel (Holzhammermethode, Text dazu: „… bis ihre Welt in die Brüche geht“, peng, Scherben), ein neuer Spiegel, mehr Rolltreppen, mehr Spiegelscherben, am Ende sogar Spiegel auf Rolltreppe. Ausgerechnet eine Filmwissenschaftlerin hat so ein Video. I rest my case.

Julya Rabinowich: War Dolmetscherin bei psychotherapeutischen Sitzungen. Dafür müsste es eigentlich einen Pluspunkt für den originellsten Beruf geben.

Leif Randt: Absurd-blöde Offenheit ist das beste Schutzschild, sagt er.

Linus Reichlin: Geheimnisse seien immer der Motor einer guten Geschichte. Er ist beim Schreiben ein besserer Mensch – dies ein Zitat „aus einem Film.“
(Parallelen zwischen Schreiben und Wasser.)

Anne Richter: Regentropfenspielerei, jede Menge Züge und Gleise, auch wieder was für die automatische Literaturkritik. Sie ist Sprachenlehrerin in Ludwigshafen.

Maximilian Steinbeis: Definiert Journalismus als Beschäftigung mit Fakten, spricht dabei das Wort Fakten aus wie Helmut Markwort in der Focus-Werbung.

Daniel Wisser: Einziges Kunstporträt dieses Jahres, zeigt nur sein Gesicht, unterlegt mit Musik des Ersten Wiener Heimorgelorchesters.

tddl 2011 [anna praßler: narration im neueren hollywoodfilm].

Die beiden neuesten Stofftiere meines Sohnes: Charlie Brown und Snoopy. Charlie Brown sagt: „That’s the secret to life… replace one worry with another.“

Bevor mehr bestellte Bücher in der Stadtbibliothek ankamen, hatte ich nur noch Anna Praßlers (vor drei Jahren also noch ohne Mittelnamen unterwegs) Narration im neueren Hollywoodfilm zur Verfügung. Ein wissenschaftliches Buch, also wenig Prognoseversprechen für den Bachmannbewerb, dennoch, vor zwei Jahren hatte ich schließlich auch Bruno Preisendörfers Sachbuch Bildungsprivileg gelesen und es war ein kleines bisschen aufschlussreich.

Leider habe ich mit Anna Praßlers Analyse ein Problem, das weniger Anna Praßler anzulasten ist als der deutschen Universitätslandschaft, die ihre Studenten auf fremdwortlastige, meta-theoretische und formal wie inhaltlich möglichst undurchsichtige Diskurse trimmt. Ich halte es der Academia weniger vor, dass sie sich abkapselt (obwohl auch das nicht unproblematisch ist, wenn man von Steuergeldern abhängt), sondern vielmehr, dass sie sich in der Spirale ihres Diskurstaumels von den Werken selbst auch immer weiter entfernt. Jedenfalls breche ich das Unterfangen auf S. 41 ab. Was mir auffiel, waren so Sachen wie doppelte Genitive, etwas altmodische Formulierungen (gleichwohl), qua dies und qua das, und teils nicht gerade elegante Satzkonstruktionen. („Kaum hat Phil den Anruf des Krankenhauses ob Lindas Rettung nach ihrem Suizidversuch an Jack weitergereicht, wendet er sich zum Bett, um Laken und Decken zu ordnen, bis er allzu bald fortzufahren nicht mehr in der Lage ist.“)

Schlüsse für den Bewerb kann ich nicht ziehen, weil all das wohl auf den Zustand des geisteswissenschaftlichen Diskurses zurückzuführen ist und in einem belletristischen oder literarischen Text vielleicht (hoffentlich) so nicht vorkommt.

Buchbesonderheit: oben rechts und ein bisschen auch oben links ist das Cover so angebissen, wie John dies mit Büchern gerne macht. (Ich habe das Buch aber schon so aus der Bibliothek bekommen.)

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