die rhetorik der neurowissenschaft.

Interessantes Interview von Jonah Lehrer mit Davi Johnson Thornton über deren Buch Brain Culture: Neuroscience and Popular Media:

„On the one hand, the brain is ‚the most complicated object in the universe‘ and ‚the final frontier of modern science.‘ And yet, we also routinely describe the brain as the most practical of organs, a machine we can harness and hack for endless self-improvement.“

„In the book, I’m trying to parse out the consequences and effects of these brain languages and images – good, bad, and ambiguous – at the level of culture, politics and economics, and withhold anything like an ultimate judgment.“ [#]

protest, brandenburg edition.

Das Schicksal hat entschieden, dass ich schon viel zu lange nicht mehr in Johns Interesse protestieren musste: wo es ihm gerade endlich richtig gut geht an der Burgdorf-Schule in Fürstenwalde (eine freie Schule in evangelischer Trägerschaft), ist nun in Brandenburg ein Gesetz auf dem Weg, das die Mittel für freie Schulen kürzt. Die erste Lesung ist durch, bald folgt die zweite, noch wird protestiert. Für ein Volksbegehren brauchte es 20.000 Unterschriften, es sind schon 28.000, erstes Ziel also schon erreicht. Am 31. August gibt es als Nächstes eine Demonstration vor dem Landtag in Potsdam, alle weiteren Informationen bei der Facebook-Gruppe Vorsicht frei gestrichen. Dort bitte zur Unterstützung auch gerne „Gefällt mir“ klicken.

bilder des autismus.

Am 18. August spreche ich in Hagen im Rahmenprogramm der Kunstausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ über Repräsentationen des Autismus in Kunst und Kultur. Es geht darum, ob und wie sich die Wahrnehmung des Autismus in der Kunst und Kultur verändert hat und gerade auch weiter verändert, es geht um gesellschaftlich stabilisierend wirkende Repräsentationen wie die verbreiteten Narrationen des Kampfes und des Überkommens, die meistens eher von außen kommen (Angehörige, Therapeuten etc.) und demgegenüber eher neue Narrationen wie die des komplexen Spektrums, das Persönlichkeit prägt, zunehmend von Autisten selbst artikuliert. Das nur kurz, der Text dann vielleicht nach dem Vortrag hier. Wer nächsten Donnerstag in Hagen ist, möge gerne kommen.

blinder fleck.

Als Thomas Pletzinger gestern Abend erzählte, dass das Buch Asterios Polyp, das er übersetzt hat, eigentlich am 4. August erscheinen sollte, aber dass der aus China verschiffte Container mit den 10.000 Exemplaren aufgrund der Insolvenz des Eichborn Verlags irgendwo im Zoll festhänge und das Erscheinungsdatum daher nun unklar sei, an Hermann Gremliza gedacht, der in einem konkret-Artikel schrieb, dass jeder in China verschiffte Container ein Zeichen der ’neuen Weltunordnung‘ (Elend, Armut, Hunger, Krankheit) sei. [Das stand mal hier, aber der Satz mit China ist leider verschwunden, daher nur ungenau aus der Erinnerung zitiert.] Irgendwie habe ich bei Gremlizas Satz nie Bücher in den Containern im Sinn gehabt, doh.

einer von uns.

Neues Buch eines Vaters über das Leben der Familie mit einem autistischen Sohn: Mark Osteen, One of us.

Kay Wombles: „This isn’t a book that should be offered blithely to all, but instead one that should be carefully proferred to those willing to bear witness, to join an uncertain and painful journey. It will resonate with families going through similar ordeals and perhaps offer them comfort that these decisions can be made, that life can go on, that it is not the worst thing or even the wrong thing to do, that no one in the middle of such decisions is a failure for recognizing that placement in a residential facility is appropriate. It’s one that those of us dealing with the ‚lucky kind of autism,‘ the kind where significant, often phenomenal progress is made, should make time for. Sometimes all we can do is offer to bear witness, to stand and listen, to offer empathy.“ [#]

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