wir waren in der bretagne.

Bretagne

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buch.

Wie toll: ich habe mich sehr über Anne Schüßlers Besprechung meines Buches gefreut. Besonders darüber: “Weil es den Blick erweitert, weil es erklärt ohne zu langweilen, kritisiert ohne anzuklagen, Probleme aufzeigt ohne zu jammern, und die Schönheit beschreibt ohne verklärt zu sein. Weil man es versteht, auch wenn die eigene Lebenswelt meilenweit entfernt scheint.” Genau das war es, was ich mit meinem Buch angestrebt und versucht habe. Dass das auch tatsächlich so ankommt, hach wie schön. [#]

Aus den USA bekam ich eine Mail: “We enjoyed your book very much. Beautifully researched, your wisdom and insight into the world of disability were so candid and courageous. Not only did we come away with a sense of John and your family and the amazing adventures you share, but your research and reflections about the essential nature of parenting a child with challenges such as John were stunning.  We have a 14 year old grandson with an Asperger diagnosis and his parents, like you, nurture his brilliant and essential self, and see well beyond the labels.  Your book is an important one and I am recommending it to family, friends, and my professional colleagues. I wish you good luck with it.”

(Das ist so schön nach der gescheiterten Verlagssuche und der Entscheidung, es einfach selbst zu machen, letztlich aber ja doch immer in der Unsicherheit, ob die Verlage nicht Recht haben und es niemanden interessiert, nicht gut genug ist etc. Die Auflage liegt nach einem Monat zwar erst bei 116 Stück, aber es gibt Menschen, die sich für das Buch interessieren und denen es gefällt, und das ist alles, was ich damit erreichen wollte.)

(Da arbeite ich doch gleich mit neuem Elan an der Übersetzung ins Deutsche.)

recht auf sparen auch für schwerstbehinderte.

Dies ist eine Petition von Constantin Grosch:

“Wie viel Geld darf ich sparen? Diese Frage werden sich wohl die wenigsten Menschen bisher gestellt haben. Warum auch? Für Menschen mit Behinderungen ist das anders. Wer trotz Behinderung erfolgreich einer Arbeit nachgeht und gar beruflich Karriere machen möchte, hat in Deutschland dazu eigentlich keinen Grund. Die Anstrengungen, die eine höher qualifizierte Berufsausbildung und Erwerbsarbeit mit sich bringen, zahlen sich selbst dann nicht aus, wenn der Karriereerfolg sich tatsächlich einstellt. In Deutschland werden voll berufstätige Menschen ohne eigenes Verschulden daran gehindert, zu sparen. Wir dürfen nicht mehr als 2.600 Euro auf dem Konto haben! Danach wird alles abkassiert.

Anlegen einer Altersvorsorge? Unmöglich.
Rücklagen für  Reparaturen, Ausfälle und Notfälle bilden? Nicht erlaubt.
Geld für einen Autokauf ansparen? Fehlanzeige.
Eine Erbschaft annehmen? Wozu?
Die große Liebe heiraten? Besser nicht.

Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung auf intensive Unterstützung durch z.B. persönliche Assistenz angewiesen sind, werden dadurch arm gehalten. Ein weitestgehend “normales” Leben und gesellschaftliche Teilhabe wird so unterbunden. Aber wie sieht das finanziell denn aus? Da die Inanspruchnahme einer persönlichen Assistenz, ohne die die meisten Menschen mit Behinderung nicht (über-)leben könnten, unter die Sozialhilfe fällt, gelten für diese auch die entsprechenden Regelungen. Behinderte zahlen die üblichen Steuern und Abgaben. Darüber hinaus zieht der Staat aber bis zu 40% des Einkommens zusätzlich ab. Sollte man trotzdem noch Geld sparen können, ist dies nicht gestattet. Mehr als 2.600 € darf ein Mensch mit Behinderungen, der auf intensive Hilfe angewiesen ist, nicht besitzen. Diese beiden Bestimmungen gelten auch für Ehepartner.”

[Ich habe die Petition unterschrieben. Wer das auch tun möchte, kann dies hier tun.]

tddl 2013 [der dritte tag].

Der dritte Tage war sehr gemischt, denn mit Hannah Dübgen gab es als Auftakt einen für mich sehr ärgerlichen, reaktionären, vor Klischees triefenden Text über ein behindertes Kind. Ich hoffe inständig, dass die Jury diesen Text nicht mit einem der Preise versehen wird. Das wären schlechte Nachrichten für die Disability Community. Leider taten sich in der anschließenden Diskussion auch bei der Jury schmerzhafte Lücken in Wissen und Wahrnehmung auf.

Es folgte ein sehr guter Text von Roman Ehrlich und darauf ein ziemlich guter von Benjamin Maack, auch wenn Letzterer mich dann doch nicht so sehr berührte. Zum Abschluss ging es mit Nikola Anne Mehlhorns Text noch einmal tief runter.

Wie jeden Bachmannsamstag habe ich mir die Texte noch einmal angesehen und komme zum folgenden Schluss für meine persönliche Bewertung:

1. Katja Petrowskaja
2. Joachim Meyerhoff
3. Roman Ehrlich
4. Benjamin Maack oder Verena Güntner (deren Text mir beim nochmaligen Lesen dann doch besser gefallen hat als Nadine Kegeles)

[Nach der Diskussion zu urteilen wird die Jury möglicherweise Heinz Helle mit einem Preis bedenken und Benjamin Maack höher belohnen.]

tddl 2013 [der zweite tag].

Was für ein Knaller: am zweiten Tag las Katja Petrowskaja einen Text, den ich schon jetzt als Gewinnertext deklarieren möchte. Juhu.
Meine Reihenfolge nach dem zweiten Tag:

1. Katja Petrowskaja
2. Joachim Meyerhoff

Die Jury mochte ansonsten noch die Texte von Heinz Helle und Verena Güntner, während ich Nadine Kegele und Philipp Schönthaler besser fand.

Abgeschlagen: Larissa Boehning, Anousch Müller, Zé do Rock, Cordula Simon

tddl 2013 [der erste tag].

Ich hatte noch Philipp Schönthalers Nach oben ist das Leben offen und Cordula Simons Der potemkinsche Hund gelesen, aber bin nicht mehr dazu gekommen, etwas dazu aufzuschreiben. Nun sind wir schon mitten im Bewerb. Meine Reihenfolge nach dem ersten Tag:

1. Joachim Meyerhoff (quelle surprise)
2. Verena Güntner
3. Nadine Kegele
4. Larissa Boehning & Anousch Müller

tddl 2013 [die videoporträts].

Larissa Boehning

Alltag. “Fahrräder aus Hof rollen, pünktlich in der Kita sein, Greta macht einen Ausflug, Geschenk für Jette kaufen, Paco früher abholen”, Uhlandstraße, Bleibtreustraße usw.
Suchen und Finden. (Bildsprache: Stoffe aussuchen.)
Alleinsein. (“Plötzlich guck ich mal hoch vom Computer, und da steht’n Reh.”)
Schreiben. (Bildsprache: Nähen der Stoffe.)
Kritik. Mutter: “Magst mal kucken?” – Tochter: “Ja.” – Larissa Boehning hängt den genähten Stoff auf. – Tochter fragt: “Was hast Du denn da gemacht, Mama?” Mutter lächelt.

Hannah Dübgen

Schwarzes Bild, Türöffnungsgeräusche, dann Schritte, verschwommenes Bild, Rücken einer blonden Frau. “Wie bewegt sich jemand durch die Stadt, der nicht sieht?” Diverse Mutmaßungen. Die Autorin interessiert sich für ungewohnte Zugänge zum Gewohnten.
Sie blickt von oben auf den Alexanderplatz und spricht über wirkende Kräfte beim Schlangestehen.
Ungewöhnliche Perspektiven sind “Spitzer der Aufmerksamkeit, mehr noch: sie sind ein Filter, der Neues zum Vorschein bringt.”
Sie versucht in ihren Geschichten, von Menschen und Schicksalen zu erzählen, die ihr fremd sind.
Bewegung hin zum Anderen “ist auch eine Bewegung hin zum Schreiben, in das Schreiben hinein.” (Bildsprache: Wegfahrender U-Bahn-Zug.)

Roman Ehrlich

“Ich glaube, wenn ich eine Sekte oder eine freikirchliche Gemeinde wäre, dann wäre ich bestimmt eine von denen, die schon ganz oft das Ende der Welt auf einen bestimmten Termin festgesetzt haben, den sie dann doch wieder verschieben mussten, weil ich mir einfach nie vorstellen konnte, dass die Verhältnisse, in denen ich lebe, einfach so weiter bestehen, und das verblüfft mich auch immer wieder. Ich glaube, dass unser Leben, und wonach wir es ausrichten, und was wir uns davon erhoffen, in ganz großem Maß, also hauptsächlich eigentlich, von Erzählungen abhängt, und dass es ganz wichtig ist, dass man dabei eine aktive Rolle einnimmt. Also auf der einen Seite gibt’s da diese großen Erzählungen, die so abstrakte Begriffe betreffen wie Freiheit und Erfolg und Selbstverwirklichung und Zugehörigkeit, und die sind dann meistens auch verknüpft mit dem Umzug in eine größere Stadt, oder der Anschaffung eines Autos, oder Fernsehgerätes, oder dem Rauchen, und das Komische dabei ist, dass diese Erzählungen eigentlich schon so wie vorgefertigt für einen bereit liegen und sich kaum dadurch verändern, dass ganz viele Leute sie in sich aufnehmen und weitergeben. Vielleicht weil man sich nicht so oft Gedanken macht über die Prozesse, die dem zugrunde liegen, also dass man sich selten die Frage stellt: welche Prozesse laufen da ab, damit am Ende so ein sehr klares Bild entstehen kann? Auf der anderen Seite gibt es diese Erzählungen, die sich Menschen untereinander erzählen, um ihre Wirklichkeit zu begreifen, und die diese Wirklichkeit dadurch immer auch ein Stück weit verändern, also dadurch, wie sie Dinge wahrnehmen oder erfahren, oder woran sie sich erinnern, oder wie sie das einorten und bewerten, woran sich andere Leute für sie erinnert haben, und das wäre dann sowas wie eine kontinuierliche, kleine Revolution der Zustände.”

Verena Güntner

Badeanstalt, Vogelgezwitscher, WC, Snackpoint, tropfender Badeanzug, Rutsche, Wasser, Sprungturm. Frau springt (Autorin?). Pusteblume, Schwimmbecken, Wassergeräusch.

Heinz Helle

Der Autor fährt Zug.
Er sagt, er sei ein etwas langsamer Mensch und deshalb fühle er sich wohl in der Schweiz. “Langsamkeit ist etwas Gutes. Wenn man sich beeilt, übersieht man zu viel.” (Bildsprache: Betrachtung einer Ente)
Spagat Philosophiestudium und Werbetexten, aber: beide Bereiche versuchen, mit Sprache Probleme zu lösen.
Gang durch einen Supermarkt und durch die Stadt. Freude am Normalen; an dem, was man hat. (“Was bedeutet Glück und was hat das mit Normalität zu tun?”)
Aufnahme mit Frau und Baby an einem Brunnen. (“Seine Familie gibt ihm die nötige Entspanntheit zum Schreiben.”)
Aufnahme in der Wohnung. In einer Ecke liegt ein Karton herum, im Zimmer gibt es Ikea-Kellerregale.
[Hinweis für die automatische Literaturkritik: Karl-Gustav-Ruch-Pluspunkt Uncoole Einrichtungsgegenstände.]
Zum Ende erklärt eine Frauenstimme: “Weil wir noch ein Schlussbild brauchen und Heinz Helle nicht gut Nein sagen kann, fährt er für uns noch ein bisschen auf seinem Skateboard.”

Nadine Kegele

Lustige Zettel-Animation: die Autorin mag Karaoke, Frühling, Herbst, Aperol Spritz und Milchbärte. Sie mag kein Lakritz, keine Messer (Kill Bill) und auch nicht ihre Oberarme. Sie mag Katzen und Kinder. “Drei Minuten Eigenwerbung sind peinlich, aber scheiß drauf.”
[Gelungener Spaß.]

Benjamin Maack

Spielplatz. Der Autor setzt sich mit einem Rieseneis auf eine Bank. Ironisches Quatschvideo: Parodie auf Casting-Shows. Am Ende bleibt vor allem hängen, dass der Autor die Menschen nicht berühren will.
[Kein gelungener Spaß]

Nikola Anne Mehlhorn

“Arbeiten im musikalischen Bereich, damit ich literarisch frei bin.” Tusch in Moll: “In Deutschland herrscht eine groteske Ungleichbehandlung der Künste.” 24 Musik- bzw. 28 Kunsthochschulen gegenüber zwei Literaturinstituten: “Klarer Appell für eine Anti-Arme-Poetenkampagne.”
“Gestorben und wieder auferstanden von den literarisch Toten, nach einer intensiven Familienphase.”
Zeigt “geniale Schreibblockadendesinfektionsstraße.”
Ein Text kann logisch, strukturiert, gut recherchiert und überarbeitet sein und dennoch nicht leben; oder umgekehrt kann ein schlecht konstruierter Text vor Leben strotzen.
Pusteblumen-Fokusspielerei, dann Schriftstellerporträts im Gras.
“Literarische Fixsterne” / “Weitere Sterne am Literaturhimmel” (“Günther Grass, eingeschränkt”).
[Jede Menge Minuspunkte für Nennung von Autorennamen und Doppelminuspunkt Ingeborg Bachmann].

Joachim Meyerhoff

30 verschiedene Mäusebussarde = 30 verschiedene Arten, etwas auszudrücken.
Der Autor mag Orte, die ganz klar abgegrenzt sind (Psychiatrie, Museum, Theater).
Er hatte ein Gefühl der Biographielosigkeit, dem er begegnen wollte. Sein großes Anliegen ist, sich möglichst genau an viele Dinge zu erinnern. [Knausgård, dachte ich schon beim Lesen von Alle Toten fliegen hoch.]
Lustiger Satz: “Ich kann mich schon im Stehen ärgern.”

Anousch Müller

“Mich gibt’s eigentlich bislang nur im Netz.”
Die Bloggerin und Twitterin geht durch die Natur, inklusive wehende Haare [Minuspunkt Haare im Wind].
“Inzwischen wird eigentlich jede Lebenssituation mit einem Tweet kommentiert, ob ich im Kreißsaal bin oder auf dem Standesamt.”
Der Tweet als kleine biographische Notiz, als Bekenntnis, als Erkenntnis: “Diese kleine Form hat etwas unglaublich Bezwingendes.”
Geburt des Sohnes unterbrach ihr Schreiben kurz, aber mittlerweile glaubt sie, dass das Schreiben eine recht familienfreundliche Tätigkeit sei.
Endeinstellung: Schwenk auf wolkenverhangenen Himmel.

Katja Petrowskaja

Autorin sagt lachend, dass sie “die Welt retten möchte, mindestens.” [Pluspunkt Größenwahn.]
 “Das Schreiben entwickelt sich aus der Unfähigkeit, etwas zu akzeptieren; aus einer Art Lebensschwäche. Schreiben ist ein sehr schönes Bedürfnis, manchmal aber auch ein peinliches. Vielleicht ist es wie der Stoffwechsel.”
Spiegelung in Spielplatzmöbel, Schärfe-Unschärfe-Spielereien der Redaktionscrew. Autorin widersetzt sich am Ende dieser Art des Porträts, denn aus dem Off will ihr eine Stimme andienen zu sagen: “Ich bin…” und sie antwortet: “Wieso soll ich sagen, wer ich bin? Das ist überhaupt nicht interessant.”

Zé do Rock

Die Hälfte des Porträts ist seine Bühnenshow. So kommt man natürlich auch einigermaßen elegant um diese leidige Angelegenheit herum. Badezimmeraufnahmen am Ende: moderne Armaturen, blaue Accessoires, Handtuchheizung.

Philipp Schönthaler

Ein Einkaufszentrum wird vorgestellt; der Autor liest vermutlich eine Geschichte über eine Shopping Mall: auch eine elegante Lösung, diese Angelegenheit des Videoporträts zu lösen, nah am Thema des Texts, als Ergänzung des Texts. In diesem Sinne auch schön doppeldeutiger Schluss: “Unser Garantieversprechen: kein Imageverlust, für niemand.”

Cordula Simon

Odessa, wieder Spiegel-Spielerei der Redaktion. Große Milchkaffeetasse.
“Leichter als in Graz lebt es sich in Odessa nicht, günstiger aber in jedem Fall.”
Strom- und Wasserausfall als Übung für die Apokalypse.
Einkaufszentrum als “erreichbares Europa.”
Schein trügt, Fassaden verbergen: Motor des Schreibens.
Wünsche oder Erwartungen an die Leser? “Es wäre schön, wenn sie’s danach nicht wegwerfen oder auf Ebay verscherbeln.”

tddl 2013 [larissa boehning & benjamin maack].

Zuerst las ich von Larissa Boehning Das Glück der Zikaden, aber es packte mich nicht und ich brach es ab, denn ich hatte von ihr auch noch Lichte Stoffe. Das gefiel mir anfangs auch nicht so sehr (die Eingangsszene im Flugzeug), aber dann wurde es besser und am Ende fand ich Lichte Stoffe doch gut. Könnte für einen der Preise gut sein, wenn auch eher nicht den ersten.

Benjamin Maacks Buch Monster war mir stilistisch manchmal zu viel (Wiederholungen – Konjunktionen als Satzanfänge – sich wiederholende Konjunktionen als Satzanfänge) und ich brauche auch nicht sowas wie die Mystifizierung einer Eule, aber alles in allem konnte ich es auch ganz gut lesen, allerdings für mich eher kein Kandidat für einen der Preise.

Ich habe den Eindruck, dass es ein sehr solider Bewerb werden könnte, jedenfalls habe ich bisher in meiner Vorbereitung noch keine Ausreißer nach unten ausgemacht, aber andererseits weiß man ja nie, was die Autoren und Autorinnen im Bewerb so lesen. Die Spannung steigt. Großer Favorit ist für mich immer noch Joachim Meyerhoff, und ich erhoffe auch Preise für Anousch Müller und Katja Petrowskaja. Das ist mein bisheriges Spitzenteam. Als Nächstes lese ich Philipp Schönthalers Nach oben ist das Leben offen.

zwang vermeiden, verantwortung übernehmen.

“In meiner Arbeitsgruppe muss ich mich ein wenig aufregen, weil das konkrete Hilfeersuchen eines Vaters für seinen von massiven Zwangsmaßnahmen in einem Wohnheim betroffenen, autistischen Sohn, gänzlich unbeantwortet bleibt.” [#]

Zu oft noch solche Vorkommnisse. Ich mag nicht an die Zeit denken, wann das für John relevant wird. Ob überhaupt ist wohl leider nicht die Frage. (Unter anderem deshalb bin ich in einer Arbeitsgruppe zur Qualitätssicherung in der psychiatrischen Versorgung. Was auch immer wir als Patientenvertreter da erreichen können.)

john jetzt auch mit autovervollständigen-funktion.

“Möchtest Du ein…?”
“Möchtest Du mit…?”
“Möchtest Du in…?”

Wir haben festgestellt, dass wir nur diese drei Satzanfänge zu sagen brauchen und John geht schon los in die entsprechende Richtung: in die Küche, zur Bank, auf der wir seine Schuhe anziehen, oder ins Bad. Denn so lauten die viel benutzten Sätze in unserem Haus vollständig:

“Möchtest Du ein… Eis?”
“Möchtest Du mit… dem Auto fahren?”
“Möchtest Du in… die Badewanne?”

Wir sagen jetzt aber immer nur noch:

“Möchtest Du ein…?”
“Möchtest Du mit…?”
“Möchtest Du in…?”

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