{"id":2755,"date":"2012-03-16T14:03:48","date_gmt":"2012-03-16T12:03:48","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankentraeger.de\/?p=2755"},"modified":"2017-04-13T10:51:55","modified_gmt":"2017-04-13T09:51:55","slug":"den-gedanken-weiterdenken-man-soll-das-durfen-mash-up-des-zeit-magazins-vom-15-03-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gedankentraeger.de\/?p=2755","title":{"rendered":"den gedanken weiterdenken, man soll das d\u00fcrfen. [mash-up des zeit-magazins vom 15.03.2012]."},"content":{"rendered":"<p>Wolken, Melodiefetzen, geometrische Formen,<br \/>\nIm K\u00f6rper eines Mannes.<br \/>\nGemeinsam den Berg hoch,<br \/>\nAlleine zur\u00fcck nach Hause.<\/p>\n<p>Entz\u00fcckendes Spielzeug, trostlose Steinlawinen:<br \/>\nDie Gesetze der Sch\u00f6nheit.<br \/>\nDas reaktion\u00e4re Kleidungsst\u00fcck,<br \/>\nGekidnappt,<br \/>\nOhne den Taxameter einzuschalten,<br \/>\nOhne Begleitschutz ins schwarze Lager,<br \/>\nKonsterniert und hilflos.<\/p>\n<p>Dass alles im Leben einen Haken hat,<br \/>\nLeidvolle Erfahrung?<br \/>\nAm Arsch vorbei.<br \/>\nWinter, 2010.<\/p>\n<p>Aus der Drei- in die Zweidimensionalit\u00e4t,<br \/>\nWeltfragment.<br \/>\nPr\u00e4zise hinschauen, vordringen,<br \/>\nFeineinstellung des Blicks,<br \/>\nUnd der Handf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Hingabe, Intensit\u00e4t, Geduld,<br \/>\nMeditative Geduld,<br \/>\nGl\u00e4tte und Schwere,<br \/>\nSchweben im Raum,<br \/>\nEinsame Schatten, heller in der D\u00e4mmerung,<br \/>\nAbgel\u00f6st von der Person,<br \/>\nEin feines Hellgrau,<br \/>\nDurchscheinend,<br \/>\nHauchd\u00fcnn \u00fcbereinander gelegt,<br \/>\nKalkig br\u00f6ckelige Bruchstellen,<br \/>\nZertr\u00fcmmert.<br \/>\nVerzweiflung, nahe.<\/p>\n<p>Bilder, die mir sanft zureden,<br \/>\nAus der Schwebe ins Auge,<br \/>\nSehr kurze und meist verstreute Zeit.<\/p>\n<p>Die behutsame \u00dcbersetzung:<br \/>\n\u00c4sthetischer Prozess von \u00dcbertragung<br \/>\nUnd Gegen\u00fcbertragung,<br \/>\nEine zarte Schattierung,<br \/>\nEine H\u00f6hung,<br \/>\nEine gewollte Unsch\u00e4rfe,<br \/>\nUnsere Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Die formlose Riesenkunst unserer Tage:<br \/>\nW\u00fcstes, \u00dcbergro\u00dfes, Brutales, Verletzendes.<br \/>\nHochspekulatives Denken.<\/p>\n<p>Von den Menschen fehlt \u2013 jede Spur.<br \/>\nDer Tisch, an dem er arbeitet,<br \/>\nSelbstgen\u00fcgsames Ger\u00e4t.<br \/>\nIm Ausgeschiedenen, das Aus- und Einst\u00fclpen,<br \/>\nBis zur Selbstverleugnung,<br \/>\nSchicht f\u00fcr Schicht, im Rhythmus des Wachstums.<\/p>\n<p>Die Lebensl\u00e4ufe,<br \/>\nGehobener Dienst,<br \/>\nNormen verinnerlicht,<br \/>\nLebensformen, an niedrige Betriebstemperaturen adaptiert,<br \/>\nBlutlungen-, Fieber- und Hungermoos,<br \/>\nGen\u00fcgsam, unbeirrbar.<\/p>\n<p>Privat und individuell:<br \/>\nDas ist ein Privileg.<br \/>\nDas Begehren, eine \u00f6ffentliche Angelegenheit,<br \/>\nProjektion, Wunsch, Vorstellung.<\/p>\n<p>Ins \u00d6ffentliche sprechen:<br \/>\nNur so aus der \u00f6ffentlichen Vereinnahmung,<br \/>\nVerzerrung oder Missachtung,<br \/>\nDas Individuelle wieder herausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<br \/>\nSich mit Erfolg dagegen str\u00e4uben,<br \/>\nKlassifiziert zu werden.<\/p>\n<p>Doch dieses Unbehagen hat nichts mit Scham zu tun.<br \/>\nEs l\u00e4hmt mich nicht,<br \/>\nweil ich es nicht zulasse.<br \/>\nFrieden: in der Natur,<br \/>\nNotfalls mit kuriosen Methoden.<\/p>\n<p>Das Leben mit Kindern oder ohne?<br \/>\nAus den Kinderzimmern vertrieben,<br \/>\nAls G\u00e4ste wahrgenommen.<\/p>\n<p>Nach der Pleite mit der Geige:<br \/>\nFormen des Liebens.<br \/>\nLebendig, dynamisch, wandelbar,<br \/>\nRollwiderstandsoptimiert,<br \/>\nWarm gestellt ruhen lassen,<br \/>\nDie Kr\u00e4fte zu sparen.<br \/>\nEin unverhofftes Geschenk.<\/p>\n<p>Die Stimmung des Blattes zeugt vom Vergehen,<br \/>\nK\u00e4me ihr diese Verwegenheit in den Sinn?<br \/>\nMir ist es gleich.<br \/>\nIch war immer allein, je mehr ich unter Menschen kam.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich einen Traum,<br \/>\nDaf\u00fcr lebe ich gern.<\/p>\n<p>Symbol der Unterdr\u00fcckung,<br \/>\nNur mit M\u00fche und Schmerzen.<br \/>\nDie geheimen Fotos im Safe,<br \/>\nW\u00e4hrend man Gem\u00fcse zutraut,<br \/>\nDie Welt zu einem besseren Ort zu machen.<br \/>\nUngreifbare Anspr\u00fcche.<\/p>\n<p>Ein Organismus, der sich entwickelt.<br \/>\nDer sich nimmt, was er braucht.<br \/>\nDie harte Schale der Weichtiere.<br \/>\nAn der Spitze:<br \/>\nKonsequenzen,<br \/>\nVorherbestimmt.<\/p>\n<p>Ein l\u00e4ssiger Flaneur im unwegsamen Gel\u00e4nde,<br \/>\nDie Unauff\u00e4lligkeit ist sein Luxus.<br \/>\nManchem Gesicht st\u00fcnde das nicht schlecht.<\/p>\n<p>Ein Club, in dem man heiraten kann.<br \/>\nSind Bauern die neuen Friseure?<br \/>\nEine Generationenfrage.<br \/>\nDiese Lebewesen lassen sich Zeit.<\/p>\n<p>Den Gedanken weiterdenken,<br \/>\nMan soll das d\u00fcrfen,<br \/>\nSich Sachen nehmen und weiterdenken,<br \/>\nEine Metapher? Nein, ein Rezept.<\/p>\n<p>WAAGERECHT: Die Menge macht den K\u00fcnstler,<br \/>\nIm Fluss des W\u00fcrfelfalls.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolken, Melodiefetzen, geometrische Formen, Im K\u00f6rper eines Mannes. Gemeinsam den Berg hoch, Alleine zur\u00fcck nach Hause. Entz\u00fcckendes Spielzeug, trostlose Steinlawinen: Die Gesetze der Sch\u00f6nheit. Das reaktion\u00e4re Kleidungsst\u00fcck, Gekidnappt, Ohne den Taxameter einzuschalten, Ohne Begleitschutz ins schwarze Lager, Konsterniert und hilflos. Dass alles im Leben einen Haken hat, Leidvolle Erfahrung? Am Arsch vorbei. Winter, 2010. 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