{"id":3564,"date":"2013-10-16T10:17:36","date_gmt":"2013-10-16T08:17:36","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankentraeger.de\/?p=3564"},"modified":"2017-04-13T10:46:25","modified_gmt":"2017-04-13T09:46:25","slug":"the-east-african-travelogue-zweiter-teil-ngorongoro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gedankentraeger.de\/?p=3564","title":{"rendered":"the east african travelogue [zweiter teil: ngorongoro]."},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;Take nothing but photos and leave nothing but your footprints.&#8220;<\/em><br \/>\n(Philip, unser Safari Manager)<\/p>\n<p>Auf dem Weg von Arusha nach Ngorongoro sehen wir gleich am Beginn der Fahrt den als <em>Charakterberg<\/em> bezeichneten Kilimanjaro, den h\u00f6chsten Berg Afrikas. Er liegt an der Grenze von Tansania und Kenia, noch in Tansania, aber den sch\u00f6nsten Blick soll man vom kenianischen Amboseli Nationalpark haben, den wir in der zweiten Woche besuchen werden. In der Zwischenzeit freue ich mich, den Kili hier schon einmal zu sehen. Der Gipfel tr\u00e4gt eine viel kleinere Schneekuppe, als ich es von Fotos kenne. Unser Fahrer erkl\u00e4rt, dass es einerseits an der Jahreszeit liege und andererseits schmelze der Schnee wohl tats\u00e4chlich immer mehr ab. Der Gipfel hei\u00dft <em>Uhuru Peak<\/em>, weil die Tanganyika African National Union dort 1961 Fackeln der Freiheit entz\u00fcndete. <em>Uhuru<\/em>, das ist das Wort f\u00fcr politische Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit, es wird uns in Tansania und Kenia \u00fcberall begegnen.<\/p>\n<p>[Trivia: Der Kilimanjaro wurde am 6. Oktober 1889 das erste Mal bestiegen, und zwar durch Ludwig Purtscheller aus Salzburg und Hans Meyer aus Leipzig. Warum mich das interessiert, wei\u00df ich auch nicht, vielleicht wegen der ganzen Eiger-Geschichten im August in der Schweiz, wo mich der Blick von M\u00fcrren aus auf den Eiger immer ein bisschen umhaut. Aber zur\u00fcck nach Tansania.]<\/p>\n<p>Am Wegesrand bereiten Frauen <em>mtoke<\/em> zu, Kochbananen. In einem kleinen Ort finden wir eine Apotheke und kaufen Antibiotika f\u00fcr eine meiner Reisenden, die sich auf dem Flug eine Blaseninfektion eingefangen hat. So langsam werden die St\u00e4dte und D\u00f6rfer seltener und ich sehe zum ersten Mal das weite Land, die typisch ostafrikanische Savanne.<\/p>\n<p><a title=\"Auf dem Weg in den Busch\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44263469@N07\/9946802306\/\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Auf dem Weg in den Busch\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7459\/9946802306_0b156301a1_n.jpg\" alt=\"Auf dem Weg in den Busch\" width=\"320\" height=\"163\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe ist an vielen Stellen im Bau befindlich und so m\u00fcssen wir oft auf ungeteerte Pisten voller Schlagl\u00f6cher ausweichen. Wir schaukeln ordentlich in unseren Land Cruisern und nach zwei Stunden kommt ein Funkspruch aus einem unserer Autos, er hat einen Platten. Wir halten an und die Fahrer wechseln gemeinsam \u2013 und in erstaunlicher Geschwindigkeit \u2013 den Reifen aus. Zum Gl\u00fcck hat jeder Wagen zwei Ersatzreifen. Die braucht man hier, das ist schnell klar. Als wir wieder einsteigen, zeigt Peter, der Fahrer des Autos, in dem ich f\u00fcr diese Wegstrecke sitze, in die Landschaft und sagt: &#8222;By the way, that&#8217;s a baobab over there.&#8220; Mein erster Affenbrotbaum, und ich h\u00e4tte ihn vor lauter Reifenwechseln fast verpasst.<\/p>\n<p>Wir n\u00e4hern uns dem Gro\u00dfen Ostafrikanischen Graben. Das Great Rift Valley entstand vor zwei bis drei Millionen Jahren durch Erdfaltung und erstreckt sich \u00fcber 6.000 Kilometer vom Toten Meer bis Mosambik. Aus unserem Minifitzel Deutschland kommend, bin ich schwer beeindruckt. Die Ausma\u00dfe von allem hier scheinen unfassbar.<\/p>\n<p>Wir fahren in vielen Kurven den Rand des Ngorongoro-Kraters hoch, unsere Lodge liegt auf etwa 2.400 Metern H\u00f6he. Der Krater entstand durch Lavastr\u00f6me. Bei einer Explosion sackte die Mitte ein und bildete einen Vulkankegel von zehn mal sechzehn Kilometern. Heute ist es der gr\u00f6\u00dfte, nicht mit Wasser gef\u00fcllte Krater der Erde und bis zu 30.000 Tiere leben dort. Viele verlassen den Krater anscheinend niemals, sie haben dort alles, was sie zum Leben brauchen. Die gro\u00dfen Tierwanderungen finden woanders statt, da kommen wir auch noch hin, hier konzentrieren sich die Tiere aber erst einmal.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen machen wir unsere erste Pirschfahrt. Damit wir weiter fahren k\u00f6nnen, nehmen wir unser Mittagessen gleich als Lunchbox mit. Wir fahren hinunter in die Caldera.<\/p>\n<p><a title=\"Unterwegs nach Ngorongoro\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44263469@N07\/9946808376\/\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Unterwegs nach Ngorongoro\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7413\/9946808376_aabaa36d7b_n.jpg\" alt=\"Unterwegs nach Ngorongoro\" width=\"320\" height=\"303\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich bin im Auto von Donald und er schl\u00e4gt vor, dass jeder zehn Punkte bekommt, der ein Tier entdeckt. Genau in dem Moment sehe ich links von uns zwei Zebras, die ersten 20 Punkte sind meine. Wenn man meint, ein Tier gesehen zu haben und es stellt sich als Busch heraus, werden Punkte abgezogen. Im Laufe des Tages haben wir viel Spa\u00df mit unseren Punkten. Und wir sehen unglaublich viele Tiere. Unsere Land Cruiser haben ein Dach, das ge\u00f6ffnet werden kann, und so k\u00f6nnen wir im Auto stehen und die Tiere direkt beobachten und fotografieren, wobei einige sehr nah sind und andere doch eher fern, wie zum Beispiel ein Schwarznashorn, das wir nur mit dem Fernglas beobachten k\u00f6nnen, w\u00e4hrend ein Gnu direkt neben dem Wagen steht.<\/p>\n<p><a title=\"Zebraherde (Ngorongoro)\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44263469@N07\/9946829336\/\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Zebraherde (Ngorongoro)\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7456\/9946829336_47652a5fa0_n.jpg\" alt=\"Zebraherde (Ngorongoro)\" width=\"320\" height=\"144\" \/><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Gnus (Ngorongoro)\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44263469@N07\/9963463815\/\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gnus (Ngorongoro)\" src=\"http:\/\/farm4.staticflickr.com\/3751\/9963463815_f0718e5a68_n.jpg\" alt=\"Gnus (Ngorongoro)\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/a><\/p>\n<p><a title=\"T\u00fcpfelhy\u00e4ne (Ngorongoro)\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44263469@N07\/9946982423\/\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"T\u00fcpfelhy\u00e4ne (Ngorongoro)\" src=\"http:\/\/farm6.staticflickr.com\/5523\/9946982423_9ce1a7a921_n.jpg\" alt=\"T\u00fcpfelhy\u00e4ne (Ngorongoro)\" width=\"320\" height=\"211\" \/><\/a><\/p>\n<p>Donald fragt uns jeweils: &#8222;Sawa, sawa?&#8220;, ob wir bereit sind weiterzufahren. <em>Sawa<\/em> hei\u00dft gut, und seine Frage damit soviel wie: &#8222;Sind wir gut?&#8220; (was nat\u00fcrlich auf Deutsch keinen Sinn macht, aber auf Englisch schon). Das <em>Sawa, sawa<\/em> benutzen wir in den beiden Wochen dann st\u00e4ndig, wenn es weitergehen kann. Binnen weniger Tage lernen wir fast so etwas wie eine eigene Sprache, dazu geh\u00f6rt zum Beispiel auch der Ausdruck &#8222;checking the tyres.&#8220; Wenn wir in der Wildnis unterwegs sind, gibt es nat\u00fcrlich nur selten Toiletten. Die Fahrer m\u00fcsen einen Ort finden, an dem es nicht gef\u00e4hrlich ist auszusteigen, und dann muss derjenige oder diejenige hinter das Auto gehen, das ist die einzige M\u00f6glichkeit. Und das hei\u00dft eben: &#8222;Donald, I need to check the tyres.&#8220;<\/p>\n<p>Mittagspause an einem See. In unseren Lunchboxes gibt es einen unglaublich leckeren Passionsfruchtsaft. Wir essen in den Autos und werden gewarnt, blo\u00df kein Essen mit nach drau\u00dfen zu nehmen. Tats\u00e4chlich kreisen \u00fcber uns gro\u00dfe Schwarzmilane, Raubv\u00f6gel, die in Sekundenbruchteilen hinabst\u00fcrzen k\u00f6nnen und anscheinend schon Touristen schwer verletzt haben, die Essen mit aus den Autos genommen haben.<\/p>\n<p>Schon am ersten Tag im Busch haben wir vier der <em>Big Five<\/em> gesehen: Elefant, B\u00fcffel, Nashorn und L\u00f6we. Uns fehlt nur noch der Leopard. Ich lerne, dass es neben den <em>Big Five<\/em> auch die <em>Ugly Five<\/em> gibt, zu denen die Gnus geh\u00f6ren und die Warzenschweine, die wir gesehen haben. Was wir nicht alles gesehen haben: so viele Thomson- und Grant-Gazellen, Impalas, T\u00fcpfelhy\u00e4nen, Strau\u00dfe und Riesentrappen, und was ich jetzt noch alles vergesse. Ngorongoro wird als achtes Weltwunder bezeichnet und ist ein UNESCO Weltkulturerbe, keine Frage warum.<\/p>\n<p><a title=\"Sonnenuntergang (Ngorongoro)\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/44263469@N07\/9946984243\/\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Sonnenuntergang (Ngorongoro)\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7294\/9946984243_2099386978_n.jpg\" alt=\"Sonnenuntergang (Ngorongoro)\" width=\"320\" height=\"104\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Take nothing but photos and leave nothing but your footprints.&#8220; (Philip, unser Safari Manager) Auf dem Weg von Arusha nach Ngorongoro sehen wir gleich am Beginn der Fahrt den als Charakterberg bezeichneten Kilimanjaro, den h\u00f6chsten Berg Afrikas. 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