{"id":662,"date":"2009-01-23T10:44:22","date_gmt":"2009-01-23T08:44:22","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankentraeger.de\/?p=662"},"modified":"2009-01-23T13:51:12","modified_gmt":"2009-01-23T11:51:12","slug":"sinn-und-unsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gedankentraeger.de\/?p=662","title":{"rendered":"sinn und unsinn."},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:ApplyBreakingRules \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:UseFELayout \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--> Im Dezember 2008 hat die Bundesregierung die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Seither berichten Zeitungen und Zeitschriften in sehr unterschiedlicher Qualit\u00e4t dar\u00fcber, was dies f\u00fcr das deutsche Bildungssystem bedeuten k\u00f6nnte. Die Betonung liegt auf dem Konjunktiv, der daf\u00fcr sorgt, dass sich Berichterstattung und Spekulationen auf einem sehr ideologischen Feld bewegen, und sich nicht oder nur wenig an der Realit\u00e4t orientieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Der <em>Spiegel <\/em>titelt in der Ausgabe 2\/2009 in einem Artikel: &#8222;Die unverd\u00fcnnte H\u00f6lle.&#8220; In ihm finden sich einige wichtige und richtige Passagen, wie zum Beispiel: &#8222;Es gibt einen wachsenden Druck zur Optimierung der menschlichen Natur, zur Steigerung k\u00f6rperlicher und geistiger F\u00e4higkeiten. [\u2026] Seit der Radikaleugenik der NS-Zeit spricht zwar in Deutschland so gut wie niemand mehr von &#8218;lebensunwertem Leben&#8216;. Aber die Ansicht, dass Menschen mit Behinderungen<span> <\/span>die Gesellschaft belasten, ist weit verbreitet. Mit der &#8218;Art der Ger\u00e4usche&#8216; begr\u00fcndete ein Richter sein Urteil, das einer Wohngruppe von sieben geistig behinderten Menschen vorschrieb, sich nur noch zu festgelegten Zeiten im Garten aufzuhalten. Ein Flensburger Gericht sprach Hotelg\u00e4sten eine finanzielle Entsch\u00e4digung zu, weil sie im Urlaub gemeinsam mit behinderten Menschen hatten speisen m\u00fcssen. Und im Stuttgarter Stadtteil Muckensturm klagten Anlieger gegen ein Heim, weil sie L\u00e4rmbel\u00e4stigung, t\u00e4tliche \u00dcbergriffe und den Wertverlust ihrer H\u00e4user f\u00fcrchteten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Leider ist der Artikel in seiner Schlussfolgerung aus den richtig beschriebenen Problemen sehr wenig differenziert. Behindertenvertreter pl\u00e4dierten f\u00fcr die Abschaffung des Sonder-F\u00f6rderschulsystems, hei\u00dft es. Eine Frau aus der Behindertenbewegung wird zitiert, die Sonderschulen seien &#8222;nichts als Abfalleimer.&#8220; Die Kinder lernten dort nur kochen und \u00fcbten Tischmanieren. Ein weiteres Zitat: &#8222;In Sonderschulen herrscht eine regelrechte Friedhofsruhe.&#8220; Ich wei\u00df ja nicht, wie man darauf kommt; in der Schule meines Sohnes habe ich Friedhofsruhe jedenfalls noch nie erlebt. Auch ist es bei weitem nicht so, als ob alle Behindertenvertreter f\u00fcr die Abschaffung der Sonderschulen pl\u00e4dieren, und vor allem ist es nicht so, als ob dort nur kochen und Tischmanieren einge\u00fcbt w\u00fcrden. Sonderp\u00e4dagogen setzen sich teils mit sehr gro\u00dfem Engagement f\u00fcr die Kinder ein, eine solche Schilderung tut der Schulform ebenso wie engagierten P\u00e4dagogen gro\u00dfes Unrecht an.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Es gibt sicher viele Kinder mit Behinderungen, die von einer Integration in eine Regelschule profitieren w\u00fcrden, vielleicht und vor allem Kinder mit k\u00f6rperlichen Behinderungen. Genauso gibt es aber Kinder, die eine solche Integration \u00fcberhaupt nicht verkraften k\u00f6nnten. Diese Erkenntnis mag nicht in die Integrations-Ideologie passen und das Ganze kompliziert machen, sie ist aber dennoch wahr und muss Beachtung finden. Kinder mit tiefgreifenden Entwicklungs- und Wahrnehmungsst\u00f6rungen, wie etwa Kinder mit schwerem fr\u00fchkindlichen Autismus, k\u00f6nnten den L\u00e4rm, die Gr\u00f6\u00dfe und die Dynamiken einer gro\u00dfen Regelschule niemals aushalten. Am Unterricht einer Sonderschule in kleinen Klassen teilnehmen zu k\u00f6nnen, ist f\u00fcr diese Kinder schon Integration; selbst daf\u00fcr brauchen sie schon spezielle Integrationshelfer. Wenn es keine Sonderschulen mehr g\u00e4be, sondern nur noch Regelschulen, w\u00fcrden diese Kinder wie fr\u00fcher als unbeschulbar gelten und sogenannten Hausunterricht bekommen, um der Schulpflicht Gen\u00fcge zu tun. Das hie\u00dfe wiederum, dass f\u00fcr sechs Stunden in der Woche ein Lehrer Nachhause kommt \u2013 und dass ein Elternteil seine Berufst\u00e4tigkeit aufgeben muss. Integration ohne Alternativen bedeutet Ausgrenzung, n\u00e4mlich Ausgrenzung der schwerstbetroffenen Kinder aus der Schule und gleichzeitig noch ihrer Eltern aus dem Arbeitsleben. Sonderschulen und Integration gegeneinander auszuspielen, wie es der <em>Spiegel<\/em>-Artikel tut, mag einigen Behinderten dienen, geht aber zu Lasten von anderen Behinderten und ihren Angeh\u00f6rigen. Eine viel differenzierte Betrachtung ist angebracht und notwendig, leider haben Journalisten, Lobbyisten und Politiker daf\u00fcr wenig Zeit, wenn sie versuchen, die UN-Konvention daf\u00fcr zu missbrauchen, ihre Ideologie durchzusetzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\"><em>Die Zeit<\/em> titelt: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/01\/Sonderschulen\">Am Ende des Sonderwegs.<\/a>&#8220; Nun wei\u00df man von der <em>Zeit <\/em>schon, dass sie \u00fcber Behinderung nicht in guter Qualit\u00e4t berichten kann, man denke nur an den katastrophalen <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/29\/ST-Sandel?page=2 \">Artikel von Frau von Thadden<\/a>, in dem sie die Frage stellte: &#8222;Wer k\u00f6nnte heute noch sagen, dass auch ein behindertes Kind ein Geschenk ist, wenn man das Geschenk doch zu Beginn der Schwangerschaft faktisch ablehnen konnte und das Kind also einer Entscheidung entspringt?&#8220; Bei der <em>Zeit <\/em>hat man kein Gesp\u00fcr f\u00fcr dieses Thema, das ist auch in diesem Artikel zur Sonderschule wieder zu sehen, so hei\u00dft es zum Beispiel: &#8222;Geistig oder k\u00f6rperlich Behinderte, aufmerksamkeitsgest\u00f6rte Problemkinder, schwer Erziehbare mit Migrationshintergrund \u2013 wer, der daf\u00fcr nicht bezahlt wird, will schon mit ihnen zu tun haben? Und wer, au\u00dfer ihren Eltern, n\u00e4hme Anteil am Schicksal dieser geborenen Verlierer?&#8220; Der Autor dieses Satzes offenbart mit seinen Fragen wahrscheinlich mehr \u00fcber seinen eigenen Zugang zu Menschen mit Behinderungen, als ihm lieb sein w\u00fcrde, wenn er denn verst\u00fcnde, was er da schreibt, bzw. was dies \u00fcber ihn selbst aussagt. Ich frage mich angesichts solcher S\u00e4tze immer, in was f\u00fcr einer Welt <em>Zeit<\/em>-Redakteure eigentlich leben. Es muss eine sehr abgeschirmte und realit\u00e4tsfremde sein. Dabei meinen diese Redakteure es, auch wenn sie so beleidigen, eigentlich auch immer noch gerade besonders gut, sie haben blo\u00df keine Ahnung und kein Gesp\u00fcr &#8211; eine ungl\u00fcckliche Kombination. Der Artikel zielt n\u00e4mlich durchaus darauf ab, dass Kinder mit Behinderungen integriert werden sollen. Allerdings endet er auch mit der pauschalen Diagnose \u00fcber Sonderschulen: &#8222;Es ist Zeit, sie abzuschaffen.&#8220; Die Sonderschulen werden als &#8222;Apparate&#8220; beschrieben, die ihre Existenz verteidigen. Dieses Argument ist blanker Unsinn, denn die sonderp\u00e4dagogische F\u00f6rderung w\u00e4re ja auch in einer neuen Schulform weiter notwendig, und Lehrer wie Schulleiter w\u00fcrden ihre Stellen nicht verlieren, sondern nur in einer anderen Schulform weiterarbeiten. Der Artikel ist derart von Ahnungslosigkeit gepr\u00e4gt, dass man schon fast Mitleid haben muss.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Der Verweis darauf, dass im Ausland schon mehr Sonderschulen aufgel\u00f6st wurden, und dass Deutschland somit hinterherhinke \u2013 auch diese Behauptung ist unter Integrationsideologen sehr beliebt. Leider enth\u00e4lt uns der Artikel vor, welches Land\/ welche L\u00e4nder im Ausland genau gemeint ist\/sind, und was dort konkret besser l\u00e4uft. In Frankreich und Italien jedenfalls l\u00e4uft diese Aufl\u00f6sung so ab, dass schwer beeintr\u00e4chtigte Kinder zu viel gr\u00f6\u00dferen Anteilen als in Deutschland keine Schulen besuchen k\u00f6nnen und Zuhause bleiben. Auch in den USA ziehen Menschen von einem Staat in den n\u00e4chsten auf der Suche nach einer Schule, die ihrem schwer beeintr\u00e4chtigten Kind gen\u00fcgend Schutzraum bieten kann. Die Frage, ob Deutschland vielleicht nicht komplett hinterherhinkt, sondern sich <em>in Teilen<\/em> etwas Bewahrenswertes bewahrt hat, ist aber hierzulande geradezu undenkbar und \u00f6ffentlich tabu. Das Problem liegt in der Differenzierung: in L\u00e4ndern wie den USA bedeutet die Integration f\u00fcr manche Kinder mit Behinderungen viel Gutes, und hier hat Deutschland tats\u00e4chlich Nachholbedarf, auch gro\u00dfen Nachholbedarf. Es ist nicht einzusehen, warum ein Kind im Rollstuhl eine Sonderschule besuchen muss, wenn es genausogut in einer Regelschule lernen k\u00f6nnte. Den Fehler anderer L\u00e4nder, dabei aber das Kind mit dem Bade auszusch\u00fctten, k\u00f6nnte und sollte man in Deutschland vermeiden. Integration muss unbedingt vorangetrieben werden, wo m\u00f6glich. Auf der anderen Seite m\u00fcssen aber Schutzr\u00e4ume bleiben f\u00fcr die Kinder, die diese ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">F\u00fcr die schwer beeintr\u00e4chtigten Kinder w\u00e4re Integration nur dann denkbar, wenn sehr, sehr viele Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen w\u00fcrden, dass sie es an einer Regelschule aushalten k\u00f6nnen: sie br\u00e4uchten kleine Klassen wie in der Sonderschule, also sechs Kinder pro Klasse, selbst in diesem Rahmen br\u00e4uchten manche noch einen Integrationshelfer, sie br\u00e4uchten einen Trakt, in dem sie nicht zu vielen Reizen und Kindern ausgesetzt sind, da ihr Wahrnehmungsapparat sonst \u00fcberfordert wird, worauf sie mit massiven Aggressionen reagieren, sie br\u00e4uchten R\u00e4ume mit L\u00e4rmschutz, damit ihr \u00fcbersteigertes H\u00f6rverm\u00f6gen nicht \u00fcberlastet wird, damit sie nicht in Aggressionen ausbrechen usw. usw. Die baulichen und personellen Anforderungen w\u00e4ren enorm.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Viele Politiker pl\u00e4dieren \u2013 hinter vorgehaltener Hand \u2013 vor allem deshalb f\u00fcr Integration, weil die Sonderschulen sehr teuer sind. Sie meinen, durch Integration der Kinder mit Behinderungen und Abschaffung der Sonderschulen Geld sparen zu k\u00f6nnen. In den USA spielt nicht zuletzt dieses Argument eine Rolle: Kinder mit Behinderungen werden nicht ausschlie\u00dflich aus lauter Behindertenfreundlichkeit integrativ beschult, sondern weil man nicht willens ist, ein gro\u00dfes Ma\u00df an Sonderf\u00f6rderung staatlich zu finanzieren. F\u00fcr Kinder mit Behinderungen, die mit einer mangelhaft ausgestatteten Integration nicht zurechtkommen, gibt es teure Privatschulen, die schwer beeintr\u00e4chtigten Kindern f\u00fcr viel Geld den ben\u00f6tigten Schutzraum bieten \u2013 wenn es sich die Eltern denn leisten k\u00f6nnen.<span> <\/span>Um Integration erfolgreich, staatlich und f\u00fcr alle zug\u00e4nglich anzubieten, m\u00fcsste man sogar mehr Geld ausgeben als f\u00fcr das System der Sonderschulen. Sollte man dazu bereit sein, spricht auch nichts gegen die Integration. Nur leider l\u00e4uft es genau so nicht ab: die Integration wird vorangetrieben (auch durch Druck der Presse), ohne alle Voraussetzungen daf\u00fcr zu eruieren und umzusetzen. Man macht den ersten Schritt vor dem zweiten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Was die tats\u00e4chliche Umsetzung einer theoretisch guten Idee, und was die Zukunfts- und Erfolgsaussichten einer solchen Politik betrifft, so lohnt sich ein Blick in die Berliner Schulpolitik, wo das Schulgesetz seit 2004 der Integration absoluten Vorrang einr\u00e4umt. Anfangs gab es f\u00fcr die integrative Beschulung noch viele F\u00f6rderstunden und die Klassenst\u00e4rke war begrenzt. Doch in den letzten Jahren haben sich die Bedingungen f\u00fcr die Kinder mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf immer mehr verschlechtert. Die Begrenzung der Klassenst\u00e4rke wurde aufgehoben und die F\u00f6rderstunden auf durchschnittlich 2,5 in der Woche reduziert. Kommt es zu Erkrankungen im Lehrerkollegium, fallen auch diese F\u00f6rderstunden weg. Eine verantwortungsvolle Integration behinderter Kinder kann nicht mehr durchgef\u00fchrt werden. Die Sonderp\u00e4dagogen fahren von einer Schule zur n\u00e4chsten, drei Schulen oder mehr am Tag, geben hier und da eine Stunde Sonderf\u00f6rderung \u2013 das reicht alles \u00fcberhaupt nicht mehr aus, die Klassen sind zu gro\u00df und die Integrationskinder kommen nicht mehr zurecht. In unserer Elterngruppe melden sich zunehmend Eltern, die ihre Kinder krankschreiben lassen, weil die Beschulung nicht funktioniert. Und dabei muss man noch sagen, dass in dieser Integration momentan vor allem Kinder mit Verhaltensauff\u00e4lligkeiten und emotional-sozialem F\u00f6rderschwerpunkt beschult werden: die schwer beeintr\u00e4chtigten Kinder sind noch gar nicht dabei.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Wahr ist: unter dem Deckmantel erstrebenswerter, humanit\u00e4rer Argumente der Integration und Inklusion wird in Wirklichkeit ein Sparmodell vorangetrieben, das letztlich genau zu Lasten derjenigen gehen wird, denen es eigentlich helfen wollte. Verb\u00e4nde und Behindertenvertreter sollten sich genau \u00fcberlegen, ob sie auf diesen Zug aufspringen wollen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Der differenzierteste Artikel kommt denn auch aus Berlin, der Stadt, in der wir diese Erfahrungen seit Jahren leidvoll sammeln: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Schulserie;art270,2711734\">Wann ist die Sonderschule die richtige Wahl?<\/a>&#8220;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Schulserie;art270,2711734\"><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember 2008 hat die Bundesregierung die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Seither berichten Zeitungen und Zeitschriften in sehr unterschiedlicher Qualit\u00e4t dar\u00fcber, was dies f\u00fcr das deutsche Bildungssystem bedeuten k\u00f6nnte. 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