{"id":901,"date":"2009-06-04T11:45:15","date_gmt":"2009-06-04T09:45:15","guid":{"rendered":"http:\/\/gedankentraeger.de\/?p=901"},"modified":"2009-06-11T11:20:43","modified_gmt":"2009-06-11T09:20:43","slug":"tddl-2009-die-videoportrats","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gedankentraeger.de\/?p=901","title":{"rendered":"tddl 2009 [die videoportr\u00e4ts]."},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/audio_video\/1064\">Videoportr\u00e4ts der Autoren<\/a> sind online, <a href=\"http:\/\/sopranisse.de\/\">Frau Sopran<\/a> hat schon begonnen, dann will ich mich auch mal langsam auf die Tage der deutschsprachigen Literatur vorbereiten.<\/p>\n<p>Ralf B\u00f6nt (der Physiker)<br \/>\nPhysiker, mag das kalte, zielstrebige und abstrakte Denken. Spricht \u00fcber die rastlose K\u00fcnstlernatur, Scheitern ist vorprogrammiert, es geht um den Grad des Scheiterns. Setting: ein Atelier mit unaufdringlichen Zwischenaufnahmen von Strukturen. Leicht \u00e4sthetisiert, aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig, h\u00e4lt die Gratwanderung. L\u00e4ngsgestreiftes Hemd und schwarze Jacke. Dezent. Alles ganz klar und unaufgeregt. Angenehm.<\/p>\n<p>Katharina Born (die Tochter)<br \/>\nErz\u00e4hlt gleich erstmal davon, dass Peter Handke bei ihrer Familie zu Besuch war: Punktabzug Namedropping. Heimat und Familie ist f\u00fcr sie eins. Sie sagt einerseits, dass sie \/zuf\u00e4llig\/ in Paris lebt, betont dann aber, dass ihr das die kritische Distanz zu ihrem Schaffen erm\u00f6glicht. Also doch nicht so zuf\u00e4llig? Spricht von intensivem Schreiben, bei dem sie sich selbst n\u00e4her kommt. Setting: ein Park, ihre moderne und doch leicht gediegen wirkende Wohnung. Sie zeigt Fotos von ihrem Vater Nicolas Born, das famili\u00e4re Erbe wird voll in die Waagschale geworfen. Lindgr\u00fcnes Shirt, sehr properes Erscheinungsbild. Kauft am Ende Fisch an einem Pariser Markststand: Punktabzug Klischee.<\/p>\n<p>Karsten Krampitz (der Triebt\u00e4ter)<br \/>\nIst als Schreiber Triebt\u00e4ter. Schreiben ist f\u00fcr ihn eine Form der Richtigstellung, weil die vorgefundene Welt nicht seinen Vorstellungen entspricht. Spricht \u00fcber die transzendentale Obdachlosigkeit der Menschen, vor dem Hintergrund seiner eigenen DDR-Erfahrung (hat mit der Wende sein Zuhause verloren). Vorteilhaftes, weil <span style=\"text-decoration: line-through;\">unpers\u00f6nliches<\/span> nicht privates Setting: eine leere Kirche, ein gro\u00dfes Gel\u00e4nde &#8211; das Kloster Chorin (s. Kommentar). Netter Typ. Satz: &#8222;Leben ohne Gott geht ja noch irgendwie, aber Sterben ohne Gott ist schei\u00dfe.&#8220;<\/p>\n<p>Lorenz Langenegger (der \u00c4sthet)<br \/>\nBeginnt mit einer merkw\u00fcrdigen Einstellung: die Kamera blickt hinter einen Vorhang, auf der Fensterbank liegt etwas \u2013 ein Brot? Ein Hahn kr\u00e4ht, Musik &#8222;Good morning&#8220;, der Autor zieht sich einen braunen Pulli \u00fcber, kocht Tee und legt eine CD der Eels ein. Schon binnen Sekunden alles etwas zu cool durchgestylt, aber noch so gerade okay. Dann Schreibtisch, Computer nat\u00fcrlich Apple. Setting: Arbeitszimmer mit gl\u00e4nzend poliertem Holzboden, rosa Ohrensessel, fein aufgereihten B\u00fccherregalen, alles sehr ordentlich. Der \u00c4sthet. Auf dem Schreibtisch steht ein kleiner Globus neben dem Monitor. Text: als Gemeinsamkeit zwischen dem Autor und seiner Figur sei eine diffuse Sehnsucht auszumachen. Dabei zoomt die Kamera auf den Globus. Globus, diffuse Sehnsucht, got it? Punktabzug. Der Autor liest aus seinem Buch, ein Mann (Rolf) ist verschwunden. Dabei zoomt die Kamera auf die Seite, das Bild wird unscharf, gleitet \u00fcber in diffuse Impressionen (Jeansjacke im Gras) und bedeutungsschwanger weiter zu einem Ufer und \u00fcbers Wasser. Text dazu: &#8222;Er hat mit dem unterdr\u00fcckten Bed\u00fcrfnis wegzugehen nicht mehr umgehen k\u00f6nnen.&#8220; Nett scheinender Autor eigentlich, aber die Dramaturgie des Portr\u00e4ts haut ihn in Schieflage.<\/p>\n<p>Christiane Neudecker (die Spa\u00dfnudel)<br \/>\nSpa\u00dfbeitrag, in dem der Bewerb als Boxkampf nachgestellt ist. Setting: Ren\u00e9 Hiepen steht vor einem Boxring und moderiert. Leider hatten wir das Szenario gerade erst auf 3sat beim Preiskampf des Theatertreffens, und es ist allgemein nicht besonders originell, weil sehr naheliegend. Hiepen stellt das Buch der Autorin von 2005 vor: &#8222;In der Stille ein Klang&#8220;, und kommentiert: &#8222;Was f\u00fcr ein Titel!&#8220; Gespr\u00e4ch mit dem Trainer der Autorin, Vitaly Ranitzky, haha, g\u00e4hn. Vielleicht eine einigerma\u00dfen witzige Idee, allerdings nicht wirklich originell und wird schnell langweilig, tr\u00e4gt nicht \u00fcber die drei Minuten der Beitragsl\u00e4nge. Am Ende noch eine merkw\u00fcrdige Performance, ein Spiel mit den W\u00f6rtern Schatten und Licht (geht gar nicht). Von der Autorin kann man sich in dem Portr\u00e4t kein Bild machen, aber das muss nicht die schlechteste Strategie sein.<\/p>\n<p>Jens Petersen (der Cabriofahrer)<br \/>\n&#8222;Wie geht es Ihnen?&#8220; Erster Satz; die erste Szene spielt im Krankenhaus, der Autor ist n\u00e4mlich auch Arzt, und er wird gezeigt, wie er Patienten untersucht. Er sagt, das Ma\u00df an Grenzerfahrungen als Arzt sei gr\u00f6\u00dfer als in anderen b\u00fcrgerlichen Berufen. (Es gibt nat\u00fcrlich viele soziale Berufe, in denen das Ma\u00df an Grenzerfahrung mindestens genauso gro\u00df ist, wenn nicht gr\u00f6\u00dfer: unklar, was er hier meint, muss etwas mit dem von ihm betonten Wort &#8222;b\u00fcrgerlich&#8220; zu tun haben, w\u00e4re interessant zu wissen, was genau er f\u00fcr b\u00fcrgerliche Berufe h\u00e4lt und was nicht.) Spricht \u00fcber Emotionalit\u00e4t, Verlust\u00e4ngste, den Umgang mit dem Tod. Als Arzt habe man auf unverbl\u00fcmte Weise mit Menschen zu tun. Nat\u00fcrlich darf die MRT-Aufnahme eines Gehirns nicht fehlen (Punktabzug, auch wenn der Autor gerade seine Facharztausbildung zum Neurologen macht). Dann steigt er in ein Cabrio, sagt dabei, man brauche ein geistiges Refugium. Ich denke schon: wie nett, ein Cabrio als geistiges Refugium zu bezeichnen, will gerade schon einen Pluspunkt vergeben, da wird deutlich, dass er doch einen richtigen Ort meint. Er f\u00e4hrt nach Carona, Hesse hat hier gelebt, Brecht war zu Gast, der Autor schreibt im Haus des Schriftstellerpaares Kurt Kleber und Lisa Tetzner (statt des Pluspunkts also vier Punktabz\u00fcge f\u00fcr Namedropping). Viele Einstellungen des Autors in Haus und Garten, tippend. Teils grenzwertig zum Kitsch (sitzt im hohen Gras, sitzt leger auf dem Balkon, die nackten F\u00fc\u00dfe auf das Gel\u00e4nder gelegt). Laptop nat\u00fcrlich Apple, daneben Teekanne (wie Lorenz Langenegger). Spricht von der magischen Atmosph\u00e4re des Ortes Carona und des Hauses dort: das bahnt Schreiben und setzt Kreativit\u00e4t frei. Sein pers\u00f6nliches Dilemma: in der Medizin wird Kreativit\u00e4t unterdr\u00fcckt, ist Konformismus gefragt, bei der Schriftstellerei gibt es keine Struktur, nach der man sich richten kann. Er h\u00e4tte gerne mehr externe Struktur bei der Schriftstellerei und weniger davon in der Medizin.<\/p>\n<p>Bruno Preisend\u00f6rfer (<span style=\"text-decoration: line-through;\">der Tr\u00fcffelmann<\/span> der Rosinenmann)<br \/>\nErz\u00e4hlende Autoren sind Story-Kannibalen, Geschichtenfresser. Hm, Kannibalismus hei\u00dft, dass man seine eigene Art isst. Der Satz, erz\u00e4hlende Autoren seien Story-Kannibalen, h\u00f6rt sich zun\u00e4chst interessant an, ist aber Quark. Zeigt sich da schon ein gewisser Manierismus? Dem Autor ist Zeit sehr wichtig, seine Lieblingszeit ist das Futurum II. Satz: &#8222;Es wird einmal gewesen sein.&#8220; Eine &#8222;faszinierende Konstruktion&#8220; zwischen Melancholie (der im Futur II enthaltenen Endlichkeit aller Dinge) und Entlastung (vom Gefangensein im Moment). Letzteres sei der Sinn von Literatur. Der Autor &#8222;versteckt Tr\u00fcffeln&#8220; in seinen Texten, die &#8222;Rosinchen im Subtext sind ein zus\u00e4tzliches Vergn\u00fcgungsmoment.&#8220; Sprache ist Material, am Schreiben interessiert den Autor die Flexibilit\u00e4t dieses Materials. Tr\u00e4gt Chucks mit Anzug (diese Kombination wird alt, sp\u00e4testens n\u00e4chstes Jahr geht die nicht mehr).<\/p>\n<p>Karl-Gustav Ruch (der Schweizer)<br \/>\nSchweizer und Gitarrenlehrer, der in Barcelona lebt. Pluspunkt f\u00fcr die Wahl einer gro\u00dfartigen Stadt als Lebensmittelpunkt. Gleich zu Beginn im Beitrag zu sehen: seine Frau, eine spanische Fotografin. Der Autor ist ein Pendler zwischen Musik und Sprache. Schreiben ist f\u00fcr den Autor, da im Ausland lebend, Kampf gegen den Sprachverlust. Die Entfremdung erm\u00f6glicht ihm eine positiv gedeutete Distanz (Wiederholung von Katharina Born\/ wie \u00fcberhaupt eine verbreitete romantische Ausdeutung von schreibenden Menschen, die nicht in ihrem Heimatland leben; sehr verf\u00fchrerische Vorstellung, der man kaum entkommen kann). Sprache ist Material (Wiederholung von Bruno Preisend\u00f6rfer\/ schon beim siebten Portr\u00e4t wird die Liminalit\u00e4t des Genres augenf\u00e4llig). Allerdings: der Autor spricht auch vom Text als Sound (bringt er die Gitarre mit, haben wir hier einen neuen Bodo Hell?) Setting: in der Wohnung, spielt Gitarre neben einem Fitness-Rad, angenehm normales Ambiente, nicht so stilisiert. Ebenso die Erscheinung: beiger Anzug, ungeb\u00fcgelt, leger. Der morgendliche Weg zur Schule wird beschrieben als &#8222;Gelegenheit zum literarischen Beutefang.&#8220; Satz: &#8222;Es kann auch ein Ger\u00e4usch sein, das in der Mauer ist, und ich stelle mir dann vor, dahinter verstecken sich Geschichten.&#8220; Am Ende eine lange Kameraeinstellung einer wegfahrenden U-Bahn. Punktabzug bedeutungsschwangerer Zug.<\/p>\n<p>Gregor Sander (der Handfeste)<br \/>\nF\u00e4hrt mit dem Fahrrad zum B\u00fcro, an der Bernauer Stra\u00dfe. Setting: sein B\u00fcro befindet sich in einem aus einer Kneipe umgebauten Atelier. Laptop nat\u00fcrlich Apple. K\u00f6nnte alles leicht in die zu stilistische Ecke kippen, tut es aber nicht. Der Autor tr\u00e4gt Adidas-Turnschuhe und einen nicht unter \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Coolnessverdacht stehenden, also einen angenehm unspektakul\u00e4ren Strickpulli mit nicht drapiert scheinenden, sondern zuf\u00e4lligen Holzsp\u00e4nen am Arm (vom vorherigen Herumstehen neben einem der bildenden K\u00fcnstler in der Arbeitsgemeinschaft). Die machen den Eindruck einer sehr sympathischen Gruppe. Viel \u00d6ffnen und Schlie\u00dfen alter Doppelfenster zu Beginn und zum Ende des Beitrags: einziger Stilabzugspunkt (sonst keine artistischen Spirenzchen).<\/p>\n<p>Caterina Satanik (die Ungl\u00fcckliche)<br \/>\nDer Beitrag beginnt mit einer langen, unscharfen Einstellung auf Wasser, in dem sich die Autorin spiegelt, dann Zoom auf das Spiegelbild im Wasser. Die Autorin hat als Kind Wolken im Spiegelbild des Wassers vorbeiziehen sehen. Sie spricht von Laken, ich glaube, sie meint Lachen im Sinne von Wasserlachen (\u00d6sterreicherin). Zu Unsch\u00e4rfe und Zoomerei noch elegische Saxophonmusik, man merkt schon fr\u00fch, dass dieser Beitrag visuell und auditiv den Holzhammer rausholt. Das Religi\u00f6se fasziniert die Autorin, sie mag Rituale, mit denen wir uns in die Dimension der Spiritualit\u00e4t hineinbegeben. Zu sehen ist dabei ein gro\u00dfer Spiegel mit Goldrahmen, der in einer Blumenwiese aufgestellt ist, und in dem sich die Autorin (nat\u00fcrlich) wieder spiegelt. Dann t\u00f6pfert sie, t\u00f6pfern sei wie blo\u00dff\u00fc\u00dfig gehen oder mit den Fingern essen \u2013 ber\u00fchrt das Leben. Sprache soll nah sein wie der Mund eines S\u00e4ngers am Mikrofon, dessen Atem man h\u00f6rt. Die Autorin mag Vergleiche. Laptop: Apple, sie tippt im Schneidersitz. Dann ein anderer, wei\u00df gerahmter Spiegel, gegen eine Wand gelehnt, auf einem wei\u00dfen Laken (dieses Mal wirklich Laken, wie in Bettlaken), und jetzt muss man ganz stark sein: betippte Bl\u00e4tter rieseln am Spiegel herunter. Rieselnde Bl\u00e4tter, die Punktabz\u00fcge kann man kaum z\u00e4hlen. Dann kommt wieder eine andere Spiegeleinstellung: Menschen gehen einen Gang entlang (U-Bahn?), spiegeln sich an der Seite des Ganges, das Ganze wird dann noch gedoppelt dargestellt. Am Ende, nun ahnte man es schon, der noch fehlende, mittlerweile unvermeidliche \/zerbrochene\/ Spiegel auf einer Wiese. In diesem Beitrag wurde so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, kein Fettn\u00e4pfchen ausgelassen. Die arme Autorin, sie wird mit viel Kritik rechnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Andreas Sch\u00e4fer (der nette Typ von nebenan)<br \/>\n&#8222;In R\u00e4ume versinken, sie abschreiten, und beobachten, wie eine Geschichte langsam n\u00e4her kommt&#8220;, das ist Schreiben f\u00fcr den Autor. Setting: abwechselnd im Theater und im Caf\u00e9 (ausgetrunkener Latte Macchiato auf dem Tisch). Dann Wechsel in seine Wohnung, beginnt mit einer Spiegelung des Autors in einem Spiegel an der Wand, er blickt versonnen aus dem Fenster: Punktabzug. Sonst aber keine Spirenzchen. Die meiste Zeit erz\u00e4hlt der Autor viel, aber leicht, wirkt sympathisch.<\/p>\n<p>Linda Stift (ein homo ludens)<br \/>\nBeginnt in einem englischen Hecken-Irrgarten. Herrje, schon wieder aufdringliche Symbolik. Dass die Frauen das so oft mit sich machen lassen, seufz. &#8222;Umwege erh\u00f6hen die Ortskenntnis.&#8220; L\u00e4uft im Irrgarten herum und tr\u00e4gt dabei eine gro\u00dfe, dunkelrote Tasche, die \/nicht\/ lebendig ist. Setting dann: die Wohnung, sehr ordentlich. Hat einen tollen Balkon. R\u00e4ume sind der Autorin sehr wichtig. Sie tr\u00e4umt immer wieder, dass sich in ihrer Wohnung eine T\u00fcr \u00f6ffnet und riesige Wohnungen dahinter liegen. &#8222;Das Labyrinth der Gro\u00dfstadt.&#8220; Aufnahmen in einem Glaslabyrinth, die Autorin sucht einen Weg. Die H\u00e4nde hat sie gegen die Scheibe gepresst, wird gefragt: &#8222;Linda Stift, ein homo ludens?&#8220; Sie: &#8222;Ja, das bin ich und das macht mir irrsinnig Spa\u00df.&#8220;<\/p>\n<p>Von Philipp Weiss (das Gesicht)<br \/>\nGitarren-Schrummel-Elektro-Mix-Musik inklusive Rauschen, dazu ein schwarz-wei\u00df Bild: der Autor blickt in die Kamera, blickt, lacht, schneidet Grimassen. Die ganzen drei Minuten lang der schwarz-wei\u00dfe Blick auf das Gesicht des Autors, unterlegt mit der Musik des Sound Designers Wolfram Leitner, wie man am Ende erf\u00e4hrt. Keine schlechte Art, sich aus der unangenehmen Aff\u00e4re der Videoportr\u00e4ts zu ziehen.<\/p>\n<p>Andrea Winkler (die Kryptische)<br \/>\nSitzt nachdenklich in leeren Reihen im Theater. Das Papier ist so etwas wie ihre B\u00fchne. Sie sp\u00fcrt dem dichten Geschehen nach. Dann in einem Caf\u00e9, eine normale Tasse vor sich, kein Macchiato-Glas: Pluspunkt. Dann Bibliothek. Sie mag kein lineares Erz\u00e4hlen,\u00a0 bevorzugt Literatur, die vieles offen l\u00e4sst \u2013 dann wird das Lesen n\u00e4mlich zu einer Art Schreiben. Am Anfang und Ende werden Textausz\u00fcge vorgelesen, die eher anstrengend scheinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Videoportr\u00e4ts der Autoren sind online, Frau Sopran hat schon begonnen, dann will ich mich auch mal langsam auf die Tage der deutschsprachigen Literatur vorbereiten. Ralf B\u00f6nt (der Physiker) Physiker, mag das kalte, zielstrebige und abstrakte Denken. Spricht \u00fcber die rastlose K\u00fcnstlernatur, Scheitern ist vorprogrammiert, es geht um den Grad des Scheiterns. 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