elias canetti.

„Jedes Leben ist lächerlich, das man gut genug kennt. Wenn man es noch besser kennt, ist es ernst und furchtbar“, schreibt Elias Canetti in ‚Der andere Prozeß. Kafkas Briefe an Felice.‘

Ebenfalls in ‚Das Gewissen der Worte‘, dem Band, in dem sich das Kapitel über Kafka findet, gibt es den Text ‚Dialog mit dem grausamen Partner. Über Aufzeichnungen, Merkbücher und Tagebücher.‘ Über die Tagebücher der Nähe schreibt Canetti: „Diese liebt man, weil es kaum eine Seite gibt, auf der sich nicht etwas findet, das einen persönlich betrifft. Es mag einem zumute sein, als habe man dies oder jenes selbst schon irgendwo aufgeschrieben. […] Dieser Prozess einer intimen Begegnung ist schon darum aufregend, weil sich gleich neben dem ‚Eigenen‘ etwas anderes findet, das man nie so gedacht oder aufgeschrieben haben könnte. Es ist das Schauspiel zweier Geister, die sich durchdringen: an einigen Punkten berühren sie sich, an anderen bilden sich Hohlräume zwischen ihnen, die auf keine Weise aufzufüllen wären. Das Gleichartige wie das Verschiedene findet sich so nah beisammen, dass es zum Denken zwingt.“

what do you love about music?

„Sacks relays his clinical experiences working with a range of patients including individuals who struggle to connect with music’s melody, Parkinsonian patients who depend on music’s rhythm, and Alzheimer’s patients who find comfort in music’s emotion. These people use music as a lifeline and a way to connect to the world – something rock fans certainly understand.“ (‚Sound opinions‘ Podcast mit Oliver Sacks als Gast)

„Weder Ärzte noch Wissenschaftler können irgendwie messen oder definieren, was ein Leben wert ist. Wie soll das gehen? Wir können ja auch nicht messen, was ein Jahr Liebe oder ein Tag Hoffnung wert ist.“ [#]

people are a bit like water.

„Anyway, what I said in response was that people seemed to be a lot like water. Water spreads out to take up whatever space the container it is in allows it to take. People, also, seem to spread out in a similar way in terms of what actions they view as okay for them to be doing. And they rarely notice all the space they are taking up, until some person or event makes it clear to them. It just feels ‘natural’ to take up as much space as they’re allowed.“ [#]

the goggles.

„The Goggles can kick in late at night on weekends. The feature requires you to solve a few easy math problems in short order before hitting „send.“ If your logical thinking skills are intact, Google is betting you’re sober enough to work out the repercussions of sending that screed you just drafted.“ [#]

Dieses ist der letzte Eintrag hier. Ich ziehe um auf meine eigene Seite. Noch ist alles überhaupt nicht fertig, aber weiter geht es drüben: gedankenträger.

Most people see disability as this huge, life-altering, scary, tragic, horrible, unremittingly unpleasant, thing. And so they imagine that’s how most disabled people see it. Some of us do. But most of us — even many people with shortened lifespans — see it as an inconvenience at worst. We may or may not do things to make our bodies function in more typical manners, but most of us do not spend all our time engaging in pointless exercises in self-pity. The fact that some people expect that we do (and that all our other thoughts on disability are just a defense against feeling sorry for ourselves) says more about the people who say that (and their conception about what it’s like) than it does about us.

[Das ist auch der Grund, warum es mich so nervt, dass wir ständig in den Protest gehen müssen. Ich interessiere mich eigentlich für andere Dinge und möchte mich nicht nonstop mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen: John ist Autist und das ist okay, Punkt. Wenn die Beschulung endlich mal verlässlich und gut wäre, dann könnte ich endlich wieder die Zeit mit John einfach genießen und ansonsten arbeiten, lesen, Musik hören, Leute treffen und all die Dinge tun, zu denen ich nun nicht komme. Ich, die Bright-Eyes Fanin, habe noch nicht einmal Conor Oberst’s neues Album gehört, das muss man sich mal vorstellen.]

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